Berühmte Künstler Dresdens

Viele gebürtige Dresdner haben sich in der Kunstwelt einen bedeutenden Platz erworben. Aber es werden auch die Namen großer Künstler, die nicht in Dresden geboren worden sind, mit der Elb-Metropole in Verbindung gebracht, weil sie hier gewirkt oder in anderer Weise einen Bezug zu Dresden hatten. Das Radeberger Unternehmen Rahmenversand.com gibt im fortlaufenden Text einen kleinen Einblick über die Dresdner Kunsthistorie.

Dresdner Barock

Die kunstsinnigen, zwischen 1694 und 1763 herrschenden Sachsen-Fürsten August der Starke und Friedrich August II. haben ihre Hauptstadt zu einer der repräsentativsten Residenzen Europas ausgestalten lassen. Zu den berühmtesten Künstlern, die den damals in Dresden entwickelten Stil des „Dresdner Barocks“ prägten, gehörte Matthäus Daniel Pöppelmann. Der 1662 in Herford geborene und 1736 in Dresden gestorbene Baumeister wurde in jungen Jahren vom als Vordenker des Dresdner Barock-Baustils geltenden Hofarchitekten Wolf Caspar von Klengel (1630 – 1691) gefördert. Zu Pöppelmanns wichtigsten Dresdner Bauten zählen die Augustusbrücke und die erst nach seinem Tod fertig gestellte Dreikönigskirche. Vor allem aber ist der Baumeister wegen des zwischen 1709 und 1728 gebauten Zwingers berühmt geworden. Kongenialer Partner Pöppelmanns bei der Gestaltung des einzigartigen, mit Gartenanlagen kombinierten Gebäudekomplex Zwinger war der Bildhauer Balthasar Permoser (1651 – 1732). Der gebürtige Oberbayer Permoser gilt als einer der wichtigsten deutschen Barock-Bildhauer.

Biedermeier und Brücke

Auch im 19. und 20. Jahrhundert konnte Dresden seinen Ruf als eine der wichtigsten deutschen Kunstmetropolen verteidigen. Mitte des 19. Jahrhunderts wirkte mit dem gebürtigen Hamburger Gottfried Semper (1803 – 1879) einer der großen Begründer des Historismus in Dresden. Architekt Semper, der von 1834 bis 1849 in Dresden lebte, schuf unter anderem die repräsentative Sempergalerie am Theaterplatz. Weil er wegen seiner Beteiligung an der bürgerlichen Revolution 1848/49 aus Sachsen fliehen musste und auch später nicht mehr einreisen durfte, konnte Semper dem Wunsch aus der Dresdner Bevölkerung, eine Oper zu bauen, nur aus dem Ausland entsprechen. Ergebnis war die 1878 eingeweihte berühmte Semperoper.

Zu Dresdens Ruf als Kunststadt hat auch der vor allem wegen seiner stilbildenden Genre-Zeichnungen zu den bekanntesten bildenden Künstlern der Biedermeierzeit zählende Ludwig Richter (1803 – 1884) beigetragen. Richter, der in Dresden geboren wurde und dort auch starb, ist nicht zuletzt wegen seiner Illustrationen der „Volksmährchen der Deutschen“ (1842) berühmt geworden. Ein völlig anderer Kunststil wurde von der gebürtigen Dresdnerin Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907) vertreten. Die insbesondere mit der Malerkolonie Worpswede und mit eindrucksvollen Selbstporträts in Verbindung gebrachte Künstlerin gilt als eine der herausragenden Malerinnen des Expressionismus. Ebenfalls einen Meilenstein für den Expressionismus stellte die 1905 gegründete Dresdner Künstlergruppe „Brücke“ dar, zu der Maler-Berühmtheiten wie Ludwig Kirchner (1880 – 1938) und Karl Schmidt-Rottluff (1884 – 1976) gehörten.

Film-Brüder Siodmak

Berühmte Dresdner waren auch die Film-Regisseure Robert (1900 – 1973) und Curt Siodmak (1902 – 2000), die wegen ihrer jüdischen Abstammung in der Nazi-Zeit in die USA emigrieren mussten. Gemeinsam schrieben sie mit dem Film-Klassiker „Menschen am Sonntag“ (1929) Kinogeschichte.