Vorsicht Spione!

Das dachten heute ganz sicher ein paar Leute, als ich mich nach ihrer Postleitzahl erkundigte. Aber von vorn. Denn jetzt kommt wieder einmal eine Anekdote aus dem Bereich: Arbeiten macht Spaß! Da ich im Handel tätig bin und eine gewisse Zeit an der Kasse verbringe, gibt’s ab und zu mal was Neues. (Außer eins: mich- denn ich bin immer freundlich! ;)) Neuigkeiten können unter anderem diverse Rabattaktionen oder kostenfreie Zugaben (Proben) sein. Heute war das lustige Spiel: „Sag mir bitte deine Postleitzahl, und passieren tut dir trotzdem nichts“ dran. An sich kein Problem. Nur ein paar Kunden der Generation 50+ fühlten sich gleich extrem ausgefragt, bespitzelt und nackig gemacht, dass es mir selbst schon ein schlechtes Gewissen machte, überhaupt danach zu fragen. Ich sag’s noch mal. Es ging hier um die Postleitzahl! Nicht um Geburtsdaten, Zweitnamen und Wohnungsnummern. Es sind keine Hausbesuche geplant!
Entsetzte Blicke und Fragen wie: „was, warum wollen sie denn das wissen?!“ schlugen mir entgegen. Erklärt man dann freundlich, dass es sich um eine statistische Erhebung handelt, die zur Verbesserung und Optimierung der Werbung dient, wird die Postleitzahl dennoch vehement verheimlicht. Die Kunden, die freiwillig mit der Sprache rausrückten, flüsterten oder sagten mir ne falsche Zahl- kann auch sein. Viele wollten für diese heiße Information sogar Rabatt oder andere Vergünstigungen einheimsen. Falls das einer liest der immer noch Angst hat (Vor was auch immer?!): Niemand kriegt durch das Preisgeben einer Postleitzahl heraus, wo ihr wohnt und schickt euch die GEZ aufn Hals!

2 Gedanken zu „Vorsicht Spione!

  1. Yanestra

    Ich persönlich liebe die Frage nach meiner Postleitzahl. Die Antwort lautet dann wahlweise 47495 (Rheinberg), 67373 (Dudenhofen) oder 85221 (Dachau). Natürlich habe ich keinem der drei Orte jemals gelebt. Warum? Nun, wenn man längere Zeit off-region ist, dann ist man sehr wohl über seine Postleitzahl zu tracken (zu verfolgen). Der Beobachter braucht nur genügend Informationen, was bei den Konzernen wie Metro oder Rewe aber kein Problem darstellt. Hat man einmal dazu noch seine Karte (oder Rabattkarte) benutzt, weiss der Tracker sogar den dazugehörenden Namen. Funktioniert natürlich nur äußerst begrenzt im lokalen Maßstab, aber sonst schon regional akzeptabel. Witzig im Zusammenhang mit Vorlieben. Warum fährt monatlich einer 180km weit um eine bestimmte Biersorte zu kaufen?

  2. jensi

    also Nicole — du arbeitest bestimmt bei Hornbach–die fragen öfter nach der PLZ,meine ist dann imma 01139 wo ich meine flundern verdiene……………

    grussi………..

Kommentare sind geschlossen.