Offshore Firmen in Delaware – ein lukratives Geschäftsmodell?

Immer mehr Menschen in Deutschland erkennen die Vorteile der Selbstständigkeit und gründen ihre eigene Firma. Man ist sein eigener Boss, man kann so arbeiten wie man es für richtig hält und sogar die Arbeitszeiten selbst bestimmen und muss sich weder mit einem unfreundlichen Chef, noch unliebsamen Kollegen herumschlagen. Nur leider macht es Deutschland den Menschen nicht gerade einfach eine Firma zu gründen: Es gibt viele Formulare, die man ausfüllen kann und meist in einem verwirrenden Beamtendeutsch geschrieben sind, sodass man oftmals gar keinen Durchblick hat und wenn man ein falsches Kreuz setzt, ist man am Ende noch der Gelackmeierte. Zwar gibt es in den entsprechenden Ämtern Mitarbeiter, die einem weiterhelfen können, aber nicht jeder hat die Zeit dazu und manchmal haben auch sie keine Ahnung.
Zudem gibt es je nach Gesellschaftsform die eine oder andere Voraussetzung, die erfüllt sein muss, damit es überhaupt zu einer Gründung kommt. Nicht selten scheitert die Gründung an mangelnden Finanzen; so benötigt man für die Gründung einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ein Stammkapital, das mindestens 25.000 Euro beträgt, und bei einer Aktiengesellschaft liegt das Grundkapital bei 50.000 Euro! Das ist eine hohe Summe, die man erst einmal auftreiben muss, und ohne ausreichend Sicherheiten wird jede Bank einem Kredit nicht zustimmen. Hinzu kommen noch die Kosten für die Firmengründung, sowie die Eintragung in das entsprechende Register; das macht noch mal 130 Euro extra.
Diese und zahlreiche andere Probleme sind der Grund dafür, warum die Firmengründungen lieber im Ausland vorgenommen werden. In Delaware USA ist es beispielsweise so, dass die Gründung zwar zwischen 1.500 und 3.000 Euro kostet (ein gutes Preisleistungsverhältnis wird auf www.delaware-firma.com geboten), doch dafür entfallen sowohl die lästige Buchführungs-, als auch die langwierige Geschäftsberichtspflicht. Des Weiteren braucht man kein Mindestkapital für die Gründung, und es gibt keine Körperschaftssteuern auf das das im Ausland erwirtschaftete Umsätze, was gerade für viel reisende Unternehmer ein gutes Geschäftsmodell darstellt. Große Firmen, wie zum Beispiel Coca Cola und Google, nutzen dieses lukrative Firmenkonstrukt schon seit vielen Jahren.

Per Definition zählt Delaware trotz über ca 800.000 ( Delaware Firmen nicht als Offshore Standort, da Delaware ein Bundesstaat der USA ist.
Firmen in Niedrigsteuerländern und Offshore Oasen sind inzwischen keine Seltenheit mehr und können in mehreren Ländern der Welt gegründet werden. Neben Nevada und Delaware, kann auch eine Offshore Firma in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Panama, British Virgin Islands und anderswo gründen. Natürlich sind nicht alle Firmenmodelle im On- und Offshore die Gleichen, für die verschiedenen Berufsgruppen bietet sich je nach Tätigkeit ein anderes Geschäftsmodell an. Da es aber unmöglich ist sich in kurzer Zeit über alle Gesellschaftsformen zu informieren, um die richtige Wahl zu treffen, kann man sich an ein sogenanntes Gründungsbüro wenden, das einem die mühsame Arbeit mit den jeweiligen Ämtern abnimmt.

Die Arbeit der Gründungsagenturen ist zwar nicht ganz billig, weswegen die Gründung dann anstelle der 1.500 mal eben 3.000 Euro kostet, doch dafür kann man zahlreiche Annehmlichkeiten genießen. Man spart sich den Flug in das Land in dem die Firmengründung vorgenommen werden soll, muss sich nicht mit einer Sprache, den Ämtern und irgendwelchen Formularen herumärgern, die man womöglich nicht versteht, kann die Zeit daheim sinnvoll nutzen und hat im Notfall immer einen Ansprechpartner, der deutsch kann. Dank solcher Agenturen braucht man nämlich bei der Gründung nicht anwesend sein und kann darüber hinaus sogar eine anonyme Gründung vornehmen, um sich beispielsweise vor Abmahnungen zu schützen…

Bei all den Vorzügen ist es kein Wunder, dass Offshore Gesellschaften immer beliebter werden.