Bäumchen wechsle dich

Wenn man bedenkt, dass man beim Weihnachtsbaumkauf dieses Jahr tiefer in die so schon ständig leere Geldbörse greifen muss, überlegt sich der ein oder andere vielleicht doch n künstlichen Grünen ins heimische Wohnzimmer zu stellen.
Vielleicht auch noch einer im Keller? Verpackt in Folie und Karton, weil’s einfacher ist die Plastikästchen auszuklappen und die mühselige Schinderei des Stamm- Zurechtsägens und des Passendmachens entfällt. Ach was red´ ich.. komplett herausgeputzt unter einer Maxi- Tüte stehen die Bäumchen bei so manchem auf dem Boden oder im Keller! Bei den Omas meistens. Ich glaub, bei mir ist auch so eine dabei 😉
Aber ich möchte nicht auf eine echte Tanne verzichten. Trotz den 2 Euro pro Baummeter mehr. Das duftende Grün gehört zu den Gerüchen die ich unbedingt mit Weihnachten verbinde. Auch wenn sich die harte Nadel beim Schmücken- nein, Putzen nennt man das ja- in die Hände bohrt (Nur wenn man keine Kettenhandschuhe trägt, hat der Fleischer auch!). Nachdem ich die Lichterkette erfolgreich verästelt habe, kann ich erstmal zur Maniküre..
Ernteausfälle durch Spätfröste im Frühjahr und die Umwandlung von Wald- in EU-Subventioniertes Ackerland bescherten uns die teureren und auch knapperen Weihnachtstannen dieses Jahr. So kommen allein aus Dänemark, weltgrößter Exporteur von Nordmanntannen, 1,5 Millionen Bäume weniger als noch im vergangenen Jahr. Das sind rund 25 Prozent. Blautannen und Fichten (225.000 Stück) werden in den sächsischen Wäldern geschlagen- teilweise schon im Oktober- und werden dann in großen Containern frisch gehalten. Braucht man sich also nicht zu wundern, wenn man schon am 2. Tag nach Errichtung des Baumes auf einem Nadelteppich wandelt…