Und zwar die Glühweinschwenker! Habs mir nicht nehmen lassen, mit meiner Freundin heut Abend mal den Weihnachtsmarkt abzuchecken. Ziel war: ne leckere Rostbratwurst und zum Aufwärmen das traditionelle alkoholische Heißgetränk. Obwohl heut Auftakt des Striezelmarktes war, mussten wir uns durch keine Menschenmassen wühlen! Im Gegenteil: wir hatten Platz zum gucken und frieren. Schade fanden wir, dass der Glühwein von Jahr zu Jahr an Preis gewinnt. Wir suchten eine ganze Weile, und gönnten uns dann Einen für 1,80 € (sonst überall 2,00 €). Rechnet man den Tassenpfand von 1,50 € dazu- und gibt die Tasse nicht wieder ab- wird’s ein teurer Spaß. Aber schließlich soll man ja auch nicht besoffen zwischen den Buden rumhampeln, und so schön sind die Tassen nun auch wieder nicht..
Phantastisch war der historische Markt im Stallhof! Da könnte ich mein Geld lassen (was ich nicht habe)!! Herrliche Dinge kann man bestaunen, kaufen und mitmachen. Bogenschießen wird einem vom Strumpfhosen tragenden Robin Hood- Verschnitt beigebracht und dem Schmied kann man beim entstehen einer Kette von riesigem Ausmaß beobachten.
Es lohnt sich, die Handschuhe anzulegen sowie die Stiefel überzustülpen und sich von der Dresdner Vorweihnacht berieseln zu lassen!
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Früher hab ich immer gedacht, wenn ich mal ne eigene Wohnung habe, dann will ich aber nicht, dass sie nach Ikea aussieht, dass nur Ikea Möbel drin stehen. Es sollten alte, schöne, seltene Möbel sein, die was markantes, einzigartiges haben. Jetzt hab ich also meine eigene Wohnung in Dresden und die meisten Möbel sind tatsächlich irgendwo anders her; Opa´s Couch, nen Schreibtisch aus ner Bodenplatte gesägt, ne Kommode vom Sperrmüll…und und und. Aber wenn es um die kleinen Dinge des Lebens geht, wenn mal nur nen Handtuchhalter oder ne Käsereibe fehlt, wo geht es dann hin….Richtig…IKEA. Man kann sich gar nicht dagegen wehren, schon gar nicht, wenn man eine Frau an der Seite hat. Irgendetwas komisches hat dieser blaue Riesencontainer, irgendetwas was die Frauen, spätestens unten in der Kleinwarenabteilung, anzieht und beeinflusst. Die Augen werden größer, die gelbe Umhängetasche schwerer und das Portemonaie(hattet Ihr auch schon immer Schwierigkeiten mit diesem blöden Wort, aber ´Geldbeutel´ klingt so spießig, vielleicht kennt da ja einer ne Schreibweise nach neuster Rechtschreibung…..dann her damit…) schon vor der Kasse merkbar leichter. Nun ja, ich gebe zu, meistens freue ich mich ja auch, wenn es zu Ikea gehen soll, aber nur auf meinen Hot Dog, denn der gehört dazu wie J.R. zu Dallas. Eine Eurone und soviel Zwiebeln und Gurken wie man will. Einfach unschlagbar. Doch es rechnet sich für die Schweden, denn auch heute ist aus dem einen Pack Pappordner wieder ne volle Tasche mit allerlei Dingen, die eigentlich gar nicht fehlten, geworden. Und so langsam, Einkauf für Einkauf, verwandelt sich die Wohnung nun doch in eine schwedische Wohnlandschaft…..
.. kommt das Christuskind. Und das sicher auch auf den ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands: den Dresdner Striezelmarkt. Dieser öffnet nämlich heute, zum 571. Mal, seine noch unverschneiten Pforten und lädt nicht nur zum Pfefferkuchennaschen ein! Ich freu mich schon darauf, mit meinen Leuten ein paar Runden zu drehen und den einen oder anderen Glühwein zu schlürfen. Für Verliebte natürlich das Optimum an Romantik. Man stelle sich folgende Situation vor: Es schneit zarte Flöckchen vom abendlichen Himmel, dazu ein aufregender Duft von allerlei Gebäck und leckerem Allerlei. Eng umschlungen wärmt man sich am Anderen und füttert sich gegenseitig mit frisch zubereiteten Waffelchen..
Ja, ja, man kann so einiges erwerben und bestaunen auf diesem Weihnachtsmarkt! Neben den 270 Buden die ihre Waren feilbieten, kann man sich vom Charme der weltgrößten erzgebirgischen Stufenpyramide verzaubern lassen.
Was ich persönlich dennoch am schönsten finde ist der mittelalterliche Markt bei der Hofkirche. Da gibt’s mal was nicht Alltägliches zu begucken und zu erstehen.
Liebe Leute: Lasst uns die herrliche Weihnachtszeit genießen- mit all der Kälte, den roten Zipfelmützen (ob nun Schokolade oder ein bärtiger Mann darunter steckt sei egal) und der geliebten Familie (auch wenn’s nervt, an sämtlichen Weihnachtsfeiertagen Verwandtenhopping zu betreiben)- so schnell geht sie vorüber!


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