Als Nordlicht in Dresden hab ich es bis jetzt, wenn auch schweren Herzens, vermieden, viel Fisch zu essen. Denn immer wenn ich irgendwo lese, frischer Fisch, dann frage ich mich, wie frisch er denn eigentlich sein kann, wenn es nicht gerade ein Fisch aus nen Zuchtteich ist. Sogar beim Karpfenmann auf dem Wochenmarkt in der Lennestraße, und der Fisch ist nachweislich frisch, aber halt auch aus nen Teich, konnte nie einer mit der guten alten Nordsee konkurrieren. Jetzt verschlug es mich aber ins Dresdener Fischhaus, in der Fischhausstraße, wie passend, am Heiderand. Wer es mag, kann dort auch ein wenig historisches erfahren, aber wichtiger ist, man kann wirklich guten Fisch genießen. Dazu gibt es noch gemütliche Kaminatmosphäre mit offenen Feuer, was einem selbst bei den herrschenden Temperaturen glauben lässt, dass man den Winter samt Frühling verschlafen hat, und sich direkt wieder im Sommer befindet. Was aber ja nicht das schlechteste ist, legger Zanderfilet oder ähnlich köstliches im T-Shirt zu verspeisen. Der meiste Fisch ist zwar auch aus nem Teich, dem hauseigenen wohlgemerkt, aber durch die gekonnte Zubereitung des Küchenchefs, könnte man fast denken, Dresden liegt nicht an der Elbe, sondern an der Küste.
Allerdings, sind die Augen mal wieder größer als…Ihr wisst schon, und man glaubt, ne Vorspeise und ein Hauptgericht wären locker zu schaffen, ist ein Verteiler am Schluss unumgänglich….
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So
27
Nov '05


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