Wie bereits schon mal erwähnt und beschrieben bin ich ne Freundin des „an frischer Luft Sport Treibens“. (Aber nicht des Übertreibens..) Und da ich im Großen Garten zu wärmeren Zeiten auch gerne mal ne Runde auf meinen Skates drehe, bin ich schon auf meine ersten Schlittschuhstolpereinheiten für diese Saison gespannt. Ich muss nämlich gestehen, dass ich nicht gerade nach Eisprinzessin aussehe, wenn ich aufs Glatte steige! Und die Eisschnelllaufbahn im Otragehege bedeutet für mich: übers Eis auf Leben und Tot! Links und rechts zischende Schatten auf Kufen, die Tümmler wie mich quasi überrennen! Unter 90 km/h läuft bei denen nichts.
Soll zusammenfassend heißen: Da hab ich zu viel Schiss vor. Geh´ ich doch lieber in die Eissporthalle im Sportpark Ostragehege und hole mir da Blasen von den ausgeliehenen Schlittschuhen. Genau.. das kommt ja auch noch dazu! Blasen und Blessuren. Aber Spaß macht’s trotzdem. (So schlimm ist es da auch nicht- wollte keinem Unerfahrenen Angst machen.) Und wenn’s zwischendurch doch mal fröstlich werden sollte, weil man sich an der Bande festhalten muss- nachdem man zum 20-sten mal mit dem Hintern (der morgen blau sein wird) die Härte des Eises testen musste- kann man mit den kalten Händen einen Glühwein umklammern. Natürlich auch trinken! Mittwoch, Samstag und Sonntag können dort große und kleine Kufenfans die Bahn unsicher machen. Dagegen ist die Eisschnelllaufbahn an sämtlichen Wochentagen und fast immer geöffnet. Und 2,50 € für 2 Stunden ist auch ok. Abends ist es, finde ich, sowieso am schönsten. Nacht(eis)schwärmer kommen am Montag und Dienstag bis 21:30 Uhr auf ihre Kosten. Da kann ich nur sagen: Hals und Beinbruch.
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Als vor zwei, drei Wochen auffallend viele Dresdner sich an Ihren Autos zu schaffen machten, bin ich immer nur mitleidig guckend vorbeigegangen und dachte so bei mir, das Wetter ist doch noch viel zu schön, es ist doch noch viel zu warm, war es ja auch, fast T-Shirt Wetter, um jetzt schon die ollen Winterreifen aus dem Keller zu hieven, und sich dran zu machen, sie zu wechseln. Lieber hab ich mir die Herbstsonne ins Gesicht scheinen lassen und hab den anderen aus sicherer Entfernung dabei zugeschaut, was nicht immer, gar selten, oder besser eigentlich nie, freudig entgegnet wurde. Doch als jetzt die Fernsehbilder die ersten Wintersuperstaus mit bibbernden Menschen zeigte, und die Pfützen keine Pfützen mehr, sondern Kleinsteisstadien waren, dämmerte es auch mir, dass es an der Zeit sei. Wer aber mal versucht hat, bei Schneegestöber und Temperaturen um die minus Nullgrade, festgerostete Radmuttern zu lösen, der kann sich vorstellen, wie neidisch ich auf einmal auf all die Menschen, komisch, wenn ich jetzt mal so drüber nachdenke, waren eigentlich die Menschen nur Männer, wer anderes sah oder weiß, bitte melden, war, die noch vor zwei Wochen in der Herbstsonne diese unvermeidlich, leidliche Arbeit vollrichteten. Und fast kam es mir so vor als kämen eben genau diese Menschen alle ausgerechnet jetzt bei mir vorbei, mit einem Blick, der soviel zu sagen schien, dass ich gar nicht mehr hinhören wollte und immer peinlichst berührt wegschauen musste. Nun gut, letztendlich hab ich es auch ohne große nennenswerte Erfrierungen geschafft, und gar nicht mal viel später hab ich doch tatsächlich noch jemanden entdeckt, der gerade mal einen Reifen gewechselt hatte und schon schlotterte wie ein rasierter Pudel in Grönland. Und seinem Blick nach zu urteilen war ich nicht der erste, der Ihn vielsagend anschaute, als wolle man sagen, tja, hättest Du man nur schon vor 2 Wochen die Reifen gewechselt….


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