Archiv für den Monat: Dezember 2005

Wenn man sich nur teilen könnte….

Genau das würde ich heute Abend gerne tun. Denn endlich hab ich auch was vor, es war ja schon nicht mehr schön, diese ständige Fragerei “Und was machst Du so Sylvester?“ Natürlich nur von Leuten, die schon irgendwo die Hammer Party haben. Bis gestern musste ich allen Leuten zur Antwort geben, dass ich es noch nicht wüsste. Und dann immer diese Blicke. Ich brauch kein Mitleid. Ich hätte auch großes Vergnügen gehabt, wenn ich einfach zu Hause geblieben wäre. Vielleicht wäre ja mein Teilzeithaustier vorbeigekommen, und wir hätten es uns auf der Couch bei Bier und Whiskas schön kuschelig gemacht. Nun ist es aber anders gekommen ich werde mich wohl doch noch ins Partygetümmel stürzen. Aber wie das dann immer so ist, erst nüscht, dann gleich mehrere Sachen. Ich muss, oder besser gesagt, kann mich zwischen der James Bond Gala im Röschenhof und der Sylvester-Party im blauen Salon im Parkhotel entscheiden. Der Vorteil im Parkhotel ist, dass ich besser wieder wegkomme und ich eigentlich weiss, was ich bekomme. Denn die Party im Salon ähneln sich doch alle sehr, ob nun After Work, Saturday Night oder eben Sylvester. Dazu ist der Eintritt mit 7 Euro auch noch etwas billiger, als die Bond Party, die etwa mit 13 Euro zu buche schlägt. Allerdings ist das kein wirkliches Kriterium, da beides, wie ich finde, noch sehr humane Partybeteiligungen sind. Irgendwie auch ein schönes Gefühl. Ich habe die Macht, zu entscheiden. Aber vielleicht kommt es ja wieder ganz anders, und ich ende doch mit Garfield auf der Couch. Wie auch immer, ich wünsche allen unbekannter Weise einen guten Rutsch….

Wo kommen wir denn eigentlich her….

Dresden ist ja für viele Dinge bekannt und berühmt. Allen voran sicherlich die neu aufgebaute Frauenkirche. Aber auch der Zwinger von Dresden oder die Semperoper, nicht zuletzt auch aus einer Bierwerbung im Fernsehen, stehen als Symbole für die Stadt. Da fällt mir ein, da wurde ich doch schon mal tatsächlich in der Altstadt von einer Horde mittlerer Größe von Touristen, zu erkennen an den Fotoapparaten, die zuhauf um die Hälse baumelten, gefragt, wo denn die schöne Brauerei aus dem Fernsehen sei. Naja, was soll ich sagen, immerhin waren sie nicht allzu enttäusch, als ich Ihnen sagen musste, dass es die Semperoper ist, die da zu sehen ist. Wie dem auch sei, neben den schon genannten kulturellen Attraktionen hat Dresden auch ne Menge Museen zu bieten. Unter anderen auch das Deutsches Hygienemuseum Dresden. Dort hat vor kurzen eine neue Ausstellung Einzug gehalten. Evolution: Wege des Lebens. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Fragen philosophischer und wissenschaftlicher Natur, wie z. B. Wie entstand Evolution?, Wie entwickelt sich Leben?, Oder Woher kommt der Mensch? Ich denke es ist bestimmt mal einen Nachmittag wert, denn jeder hat sich ja so was oder ähnliches auch schon mal selbst gefragt. Möglich ist dies an 6 Tagen die Woche, nur Monatags nicht, wie ich diesen Montag selbst herausgefunden habe…

Zünftig Essen im Schloß am Walde….

Ich weiß, eigentlich ist jetzt für die meisten nicht die Zeit, wo man gerne ins Restaurant essen geht, da man ja noch genug von der Weihnachtsvöllerei hat, ich ja auch. Aber was soll man machen, wenn man Besuch bekommt, und einfach keine Lust hat, auch nur irgendeinen Handschlag selbst zu tun. Und bei mir verhält es sich dann so, dass ich immer versuche neue Lokale zu finden und auszuprobieren. Halt öfter mal was Neues. Heute hat es uns ins Waldschlösschen verschlagen. Im Dunkeln ist es herrlich beleuchtet und von der Altstadtseite ein wirklicher Hingucker. Drinnen erwartet einen dann gut deutsches Essen in einer super Atmosphäre. Große lange Tafeln,Bedienungen in Trachten und selbst gebrautes Bier aus dem Keller sind erst der Anfang. Selbst die Toiletten sind den Gang wert und vor dem Essen, wie Haxe, Ente oder natürlich Steak und noch vielen mehr gibt es selbst gebackenes Brot mit Schmalz. Allein daran könnte man sich satt essen. Die Portionen sind so reichlich, das der Verteiler wirklich zu einem echten Muss wird. Flyer auf den Tischen weisen auf die Sonderaktionen hin. Jeweils montags mittwochs und freitags gibt’s es eine Leckerei mit Beilage und Salat, nebst einem halben Liter Bier, wahlweise auch Cola oder ähnliches, für unter sieben Euro. So gibt es zum Beispiel am Freitag einen halben Hahn mit Pommes und Krautsalt mit Bier für 6,90. Ich denke ich werde mein nächstes Wochenende mit einem knusprigem Federvieh einläuten…

Tokio Hotel

Die Popsensation des Jahres 2005 ist ohne Frage Tokio Hotel. Auch im neuen Jahr wollen sie es wissen, und sind auf Tournee durch ganz Deutschland.

Am 15. 03. 2006 sind sie zu Gast in der Neuen Messe Dresden.

Rodeln wie der Hackl-Schorsch

Leute holt die Schlitten vom Boden und wetzt die Kufen. Schnee hat sich angesagt, und was gibt es dann schöneres, als sich mit vielen gleich gesinnten den Elbhang runter zu stürzen. Letztes Jahr haben sich sogar ein paar verrückte mit Snowboard dazugesellt und haben sich mit nem selbstgebauten Kicker(Sprungschanze, für alle Denglisch-Muffel) zum Löffel gemacht. Direkt am Waldschlösschen, dort bietet die Wiese viel Auslauf und in der Breite finden alle Rodler Platz nebeneinander, ist eine, Achtung wieder neudeutsch, ideale Location dafür. Leider sind nun nach über 15 Jahren Planung und 11 Millionen Euro kosten, ohne dass nur ein Stein bewegt wurde, die ersten Baufahrzeuge angerückt, und das Projekt Waldschlösschen Brücke nimmt konkrete Züge an. Wir können nur hoffen, das die Unesco, die das gesamte Elbufer mit all seinen Schlössern bis Pirna oder noch weiter zum Weltkulturerbe erklärt hat, ein Veto einlegt, und uns so die Elbwiesen in ihrer Pracht erhalten bleiben….

Kartoffelsalat mit Bockwurst oder Gans mit Knödel….

Hier könnte man sagen, teilt sich die Nation. Es gibt die Erdapfel-Ritual-Esser, die am 24ten die Füsse hochlegen(natürlich nicht wirklich, denn es gibt ja noch allerhand sonst zu tun), einfach ne Dose Bockwurst heiß machen und es sich schmecken lassen, oder die Gans und Knödel Esser, die vor nichts zurückschrecken, und dermaßen Stressresistent sind, sich auch noch am Heiligen Abend Stunden lang in die Küche stellen und braten, kochen und brutzeln. Ich kenn beides und mir schmeckt auch beides. Auch bei uns in Dresden gibt es solche und solche, nicht zu verwechseln mit solchen und sone. Und jeder meint von sich natürlich die echte Tradition zu vertreten. Wie gesagt bin ich da offen für beides, ist es doch eher eine Frage, ob man eingeladen wird, oder ob man selber einlädt. Im letzteren Fall tendiere ich zu der Salatvariante. Wer auch immer was auch immer gespeist hat, ich hoffe es hat gemundet, und wünsche allen noch ein paar schöne Weihnachtstage…

Einmal werden wir noch wach…

… heißa, dann ist Weihnachtstag! Spätestens heute sollten alle Geschenke besorgt und der letzte Weihnachtsschmuck an die Fenster getackert sein. Der Baum kann ja auch spätestens morgen noch heran gebuckelt werden. Vielleicht muss man dann aber nen Krummen mit Lametta behängen- wird sicher schon recht ausgesucht sein, der künstlich angelegte Tannen- und Kiefernwald beim Baumhändler des Vertrauens. An dieser Stelle muss ich noch mal an alle Zündel- Freunde appellieren: Nach der Bescherung nicht einfach ins Bett gehen, (auch wenn man sich- so voll gefressen wie man ist- am besten nur noch legen will) Kerzen auspusten! Man hört es ja immer wieder…
Besonders schön ist es natürlich, am Weihnachtsabend in die Kirche zu gehen und dem Klang der Glocken zu lauschen. Die Besucher der Kirche in Burghardswalde im Triebischtal (Landkreis Meißen) können sich dabei einer Besonderheit erfreuen. Dort werden die Glocken nämlich noch per Läuteseil zum Klingen gebracht. Das geht nur noch bei ganz wenigen Kirchen in Sachsen.
In diesem Sinne: ein besinnliches Fest, viel Harmonie beim Zusammensein mit den Lieben und einen fleißigen Weihnachtsmann wünsch ich Euch!

Post ist da!

Und die Freude ist groß, wenn’s n Brief von einer lieben Person ist. Vor allem jetzt, zur Weihnachtszeit, wenn sich das Herz nach Zuwendung sehnt. Auch wenn diese (nur) brieflicher Natur ist. Oma steckt vielleicht noch n kleinen Schein mit rein. Einfach auch mal Weihnachtspost verschicken lohnt sich mehrfach. Erstens: Man macht Leute glücklich und bringt sich in Erinnerung (man will ja auch was geschenkt kriegen), Omas sind zu Tränen gerührt und die Post verdient! Verzieren kann man nämlich den tristen Briefumschlag, anlässlich des heranrückenden Stadtjubiläums, mit Sondermarken in limitierter Auflage. Eher was für Sammler. Es gibt ein Briefmarkenblatt im Golddruck mit Sondermarke und Poststempel sowie zusätzlich einen Ersttagsbrief mit Marke und Stempel plus das Gedenkblatt „Weihe der Frauenkirche“.

Knecht Ruprecht

Viele kennen es. Fürchten es. Schon seit Kindesgedenken jedes Jahr die gleiche Prozedur: Der Weihnachtsmann kommt mit Sack und Bart! Und wenn man auch schön brav war, bekommt man auch noch was. Eventuell mit der Ruhte! (man kann einfach nicht immer artig sein!) Ehrfürchtig klopft einem schon das Herz, wenn man den Rotbemantelten schon von Weitem sieht und hört (dumpfe, schwere Schritte, Schnaufen). Nur kommt einem erst Jahre später in den Sinn, dass sich Onkel Jochen nach seiner 20- sten (Tagesdosis) Zigarette und mit Schneematsch- Stiefeln die Treppe hoch geschunden hat, um kleinen Kindern das Fürchten zu lehren. In Dresden treiben dieses Jahr 54 Weihnachtmänner Ihre Rentiere von Haus zu Haus. (Inoffizielle Onkel Jochens und Opa Siegfrieds noch nicht mit eingerechnet.) Bei 330 Familien heißt es dann: „Wenn du mir auch fein ein Gedichtelein aufsagen kannst, guck ich mal, was ich hier in meinem großen Sack für dich habe..“ Die Weihnachtsmänner des Arbeitsamtes waren dieses Jahr schon frühzeitig ausgebucht. Ho, ho, ho.. Noch n kleiner Tipp für alle, die es jetzt mit der Angst zu tun kriegen mal nichts zu kriegen, vom alten Gesellen. Probiert es doch mal hiermit: Lieber guter Weihnachtsmann, schau mich nicht so böse an, stecke deine Ruhte ein- ich will immer artig sein.

Begegnung mit einem Engel…

Wer jetzt denkt ich habe mich zum Fichtelberg durchgeschlagen und wäre dort aufgrund der Wetterverhältnisse, oder schon auf der Fahrt dorthin, einem Engel begegnet ,der liegt zwar nahe, aber doch ziemlich falsch. Samstag war das Chaos rund um Dresden zu gewaltig, mir ist schon früher einmal aufgefallen, dass für diese Region ziemlich viele Leute Winterreifen für nur so mäßig wichtig erachten. Und genau dieses Klientel schien wohl nur unterwegs zu sein. Die Verkehrsnachrichten haben sich an Staulängen nur so überboten, und wer einmal mehr als 6 Stunden hinter schief stehenden LKWs im Winter auf Autobahnen zugebracht hat, der hat genug gefroren und gelernt, um so etwas nicht wieder herauf zu beschwören. Als sich am Sonntag dann die Wetterlage beruhigt und der Winterdienst alles geräumt hatte, ja, als ich das Auto schon bepackt hatte, gab selbiges kein Ton, nein, nicht einmal mehr ein Tönchen, von sich. Nur ein leises klicken war zu vernehmen, mehr nicht. Als dann der gelbe Engel endlich da war, und ich muss sagen der Mann vom ADAC war wie immer ein echt netter, und das Auto soweit wieder aufgemöbelt und fit hatte, dass es für eine Fahrt bereit war, war es aber auch schon so spät, das die Ankunft wohl mehr oder weniger mit Liftschluss zusammengefallen wäre. Es blieb einem also nichts übrig, als die angeordneten 50 km zur Batteriepflege, unnütz im Kreis fahrend in Dresdens nächster Umgebung abzureißen…

Say Cheese!

Für alle denen vor Weihnachten noch nicht genügend Speck auf den Hüften gewachsen ist.. hier n Tipp für Knochenträger ;): Bestellt euch doch wieder mal ne Pizza! So eine, von der einem die Fettaugen nur so entgegen lachen und sich der Käse n Kilometer ziehen lässt. „Ariana“ auf der Lübbenauer Straße kann ich da wärmstens empfehlen! Wenn man die diversen Rechenkünste und Sprachbarrieren (Pizza zerschneiden kostet 10 Prozent mehr) am Telefon dann überwunden hat und nach langen Diskussionen beide Telefonpartner wissen, dass es sich um eine Lieferung handeln soll.., kann man sich auf eine Gaumenfreude der Extraklasse gefasst machen. Preis- Leistungsverhältnis stimmt jedenfalls. Bon appetito!

Die beste heiße Schokolade

Die gibt’s meiner Meinung nach im „Spiel In“ auf der Königsbrücker Straße! Da befindet sich nämlich ein gemütliches Internet- Café mit einer super netten Bedienung. Und Sahne- die gibt’s noch obendrauf! Auf den Kakao meine ich.. Ne Stunde surfen kostet da 3 Euro. Da schläft einem gleich erstmal das Gesicht ein, was? Gibt aber tolle Vergünstigungen für Immer- im- Internet- sich- befinden- Wollende. Den knurrenden Magen kann man sich mit günstigen Speisen und Getränken füllen. Man braucht ja auch mal ne Pause, wenn man dann vor lauter Pixel, Bits und Bytes gar nichts mehr sieht und schon sabbernd vorm Bildschirm hängt.. Und wenn Ihr dann schon mal da seid, könnt ihr auch gleich mal nachlesen, was es auf der Dresden- Blog- Seite so Neues gibt. 😉

Auf Sturm folgt Schnee

Und der Weihnachtsmarkt hat sich wieder erholt! Zumindest sind die Sturmflüchtigen Budenbesitzer zurückgekehrt. Die Dächer sind wieder gedeckt und der Strom ist auch wieder da. Was übrig bleib ist Schneematsch und nasskaltes Klima. Was mich aber nicht davon abhielt, mit meiner Familie dem Schneeregen zu trotzen und, von den doch recht reichlich aufgetretenen Menschengruppen hin und her gebeutelt zu werden. Was mir aufgefallen ist: Bettelnde an jeder Ecke! Still kniend halten sie ihre Hände hin und hoffen auf ein paar Münzen. Da frag ich mich doch, ob sich das lohnt?! Ne Grippe und Hämorriden zu kassieren und sich dann doch für die evtl. verdienten Kröten n Beutel Wick Halsbonbons und nen Becher Vaseline zu kaufen..

Heute morgen beim Bäcker…

Heute Morgen war ich beim Bäcker, und war ungefähr fünf Minuten im Laden. Als ich dann wieder raus kam, war da eine Politesse und schrieb gerade einen Strafzettel aus. Also bin ich zu ihr hin und meinte, dass ich gerade nur beim Bäcker war. Sie ignorierte mich und schrieb das Ticket weiter aus. Irgendwie machte mich etwas wütend und ich wurde etwas unbeherrschter. Sie sah mich an und sagte: „Dafür kann ich nichts. Sie dürfen hier nicht parken und außerdem sollten Sie sich etwas zurückhalten!“ Aber so langsam ging mir das echt auf den Zeiger… Also nannte ich sie eine blöde Kuh und sagte ihr noch, wo sie sich ihr besch… Knöllchen hinstecken könnte. Da wurde die auf einmal richtig stinkig und faselte etwas von Anzeige und Nachspiel für mich. Ich habe ihr dann noch gesagt, Sie sei die Prostituierte des Ordnungsamtes und könne, wenn sie woanders anschaffen ginge, wesentlich mehr verdienen. Sie zog dann unter dem Hinweis auf die nun folgende Anzeige wegen Beleidigung von dannen. Mir war das egal – ich war ja zu Fuß da… 😉

Der Wind, der Wind…

… scheint gleich mal halb Dresden lahm zu legen! Es ging schon los, als ich mit der Bahn in die Innenstadt wollte. Erstmal wurde man vom Sturm regelrecht in die Bahn gepeitscht.. begleitet von scharfen Geschossen, die früher mal Blätter waren. Die Nägel, welche auf Kopf und Körper trafen, waren auch nur Regentropfen- redete ich mir ein. Kurz vorm Wasaplatz dann, standen die Leute plötzlich auf und trampelten wild murmelnd durcheinander Richtung Türen. Mir dämmerte, dass es eine Durchsage gegeben haben muss. (Hörte mäßig laut Musik..) Folgte dem Rudel. Nutzte den verhassten Ersatzverkehr. Es hat wohl einen Unfall gegeben: Krankenwagen, Polizei.. alles da!
Auf der Prager Straße angelangt. 90 Prozent der Weihnachtsbuden waren dicht. Dieses Stück Weihnachtsmarkt war also tot und menschenleer. Wahrscheinlich Stromausfall. Inmitten der Finsternis hatte dann aber doch ein Pfefferkuchen- Häuschen auf. Ob ne Hexe auf Kundschaft wartete weiß ich nicht. Mich faszinierte nämlich plötzlich, dass es dem Kinderkarussell fast das Dach abhob- hätte da nicht ein Pkw mit ner festen Strippe das Schlimmste verhindert. (Ein blaues Band, professionell irgendwo beim Radkasten eines Kombis befestigt.) Das wäre für die lieben Kleinen sonst n ganz besonderer Ausflug gewesen…
Es soll ja das Wochenende so weiter stürmen. Also haltet eure Mützen fest!

Vom Suchen und Finden…

Fast jeder, zumindest die, die so wie ich, keine originalen Dresdner sind, kennen es: den Stadtplan zum Busenfreund erkoren und Passanten mit Fragen nach dem Wo und Wie belästigend, irrt man durch die City. Gerade als Tourist will man ja dann doch noch was anderes sehen. Dresdens Innenstadt besteht ja schließlich nicht nur aus Prager Straße und, ich weiß sie ist das Highlight, der Frauenkirche.
Schon mal jemand was von den „Blauen Engeln“ gehört? Die vermehren sich nämlich ab Januar nächsten Jahres um 10. Das sind motivierte Damen und Herren, die im Bereich des so genannten City Management im Einsatz sind. Denn mit über 35 Millionen Tagesgästen (ab 2000 bis heute) ist Dresden eine Hochburg an Informationssuchenden. Diese Engel kann man also ungeniert anquatschen und z.B. fragen, wo man denn am besten den Glühwein wieder loswird, der nach stundenlangem Über- den- Weihnachtsmarkt- Laufens fast die Blase sprengt. Die Sache soll dem kommenden Jubiläumsjahr dienlich sein. Ich selber hab ja bis jetzt noch keinen von den Blauen Engeln gesehen. Sie sollen von Montag bis Samstag zu den Geschäftszeiten zwischen Albertplatz und Hauptbahnhof herum schwirren und fehlgeleiteten Passanten den Weg weisen.
Also Leute, nicht die Gelben- nein, die Blauen Engel helfen diesmal 😉

Alle Jahre wieder…..

Wer kennt das nicht, jedes Jahr zu Weihnachten kommt der Zeitpunkt, wo man sich fragt, mit was man denn den lieben Anverwandten und Freunden zum heiligem Konsumfest eine kleine Freude bereiten kann. Bei dem einem kommt der Zeitpunkt früher, bei dem anderen später. Die letzten Jahre war ich immer vom Typ, der ab dem 23.12. losging und alles besorgte. Nicht selten auch noch am 24.12. Vormittags. Was soll man auch sonst den halben Tag lang machen, außer ausschlafen oder sich dem drohenden Weihnachtsspeck durch eine kleine Alibi Jogg-Einlage mit besserem Gewissen zu ergeben, wenn man nicht voll der Vorbereitung ist. Aber das ist man ja nicht, wenn man selber Gast und nicht Gastgeber ist. Das Geheimnis ist, dass man unbedingt vorher wissen muss, was man kaufen will oder soll, um dann gezielt aus dem Regal zu greifen und schnurstraks zur Bezahlstelle zu gehen. Aber sich zu der Zeit ohne Ideen ins Weihnachtsgetümmel zu stürzen, und drauf hoffen, das einen irgendetwas inspiriert oder anspringt, das ist Wahnsinn. Und doch trifft man diese armen Geschöpfe immer wieder, natürlich nur, wenn man dann selber unterwegs ist. Man erkennt sie am panischem Gesichtsausdruck, an diesem SOS was aus den Augen funkelt, und daran, das sie allen Leuten, die glücklich an der Kasse anstehen, neidisch auf die Gaben schauen, die sie zu verteilen gedenken. Man muss also Ideen haben, und zwar vorher, darauf kommt es an. Jedes Jahr nehme ich mir wieder vor, über das Jahr hinweg Einfälle zu sammeln, um dann diesen Wendepunkt der Weihnachtlichen Vorfreude gelassener entgegen zu sehen. Nix ist, nun steh ich wieder da, und zermater mir mein Denkapparat, und nichts spuckt er aus. Aber noch bin ich ruhig, wir haben ja erst den 15ten….

Heimpleite

5:1! Was soll ich dazu sagen… Meine Lieblings- Schwarz- Gelben zerfielen in Saarbrücken. Die Presse meint: Katastrophaler Fußball, ein nach Erklärungen suchender Trainer Franke und ein verbitterter Bankdrücker Brinkmann: Dynamo Dresden ist nach der 1:5-Klatsche in Saarbrücken am Tiefpunkt angelangt.
Es soll ja im Sturzflug nach unten, Richtung Regionalliga gehen…
Vor einiger Zeit war Dresden noch im Freudentaumel, als Dynamo den Aufstieg in die 2. Liga geschafft hatte. Die Stadt wurde quasi tapeziert mit Stolz! Bälle überall, Fußballwahn auf Verkehrsmitteln, schwarz- gelbe Menschen 😉
Doch wahre Fans erschüttert nichts!

Kino gucken for free…..

Mal eben vorweg, das Wort gucken, also immer wenn ich das schreibe dann muss ich nachdenken, ob es nicht vielleicht doch, oder auch, mit k geschrieben wird, oder kann. Ich mein, wenn man das mal wirklich mit g ausspricht, klingt das doch eher wie ein Sprachfehler, oder?? Egal, was soll’s. In der GrooveStation kann man jedenfalls gucken, Filme, zwei an der Zahl, jeden Dienstag, und das für lau. Dafür gibt es aber, soweit ich weiß, keine Programmvorankündigung. Das machen die wohl mehr oder weniger spontan, je nach Lust und Laune und wohl auch nach Kalender und Ereignissen. Mir gefällt es jedenfalls immer gut, man kann sich sein Bierchen dazu gediegen hinter die Kiemen laufen lassen, wer es tut, auch die eine oder andere Zigarette quarzen und sich dabei vom Pixelgeschehen auf der Leinwand berieseln lassen. Und wenn einem der Film nicht gefällt kann man hinten auch kickern, flippern oder Billard spielen. Nachdem die Behörden alle mir bekannten mehr oder weniger illegalen Beamer-Buden dicht gemacht haben also noch ein echter Tipp für alle Filmfreunde…..

Billard für fortgeschrittene….

Wer gerne und auch nicht zu schlecht Billard spielt, und mal eine neue Herausforderung sucht, der sollte sich auch mal beim Snooker versuchen. Ich hab’s getan. Vielleicht hat der ein oder andere ja auch schon mal bei Eurosport oder im DSF eine Match gesehen, die übertragen eigentlich ziemlich regelmäßig Turniere, zumeist von der Insel, denn dort hat das Spiel den größten gesellschaftlichen Stellenwert. Gute Snookerspieler besitzen dort etwa die gleiche Popularität wie bei uns Tennisspieler, allerdings noch zu Zeiten von Bum Bum Boris und seinem weiblichen pondon (für happy auch gerne pendant) , Steffi, Superstar, Graf. Ich muss aber warnen, nicht erschrecken, wenn Ihr das erste Mal vor einem Snookertisch steht. Die Ausmaße sind im Fernsehen nicht einzuschätzen, und sie sind gewaltig, wenn man sonst wie ich eigentlich nur inner Kneipe an einem, gegen den Snookertisch, niedlichen Billardtisch spielt. Ich hab mein Glück im Billardtreffpunkt versucht, hier stehen einem genügend Tische zur Verfügung, 8 an der Zahl, und man läuft nicht in Gefahr, anderen nur zusehen zu müssen. Die Stunde kostet zwischen 5 und 7 Euro, je nach Wochentag und Tageszeit. Allerdings sollte man wirklich schon mal den Queue geschwungen haben, denn nicht nur die Kugeln sind etwas kleiner, sondern die Löcher auch, und dazu sind sie noch begradigt, was zusätzlich das Versenken nicht gerade erleichtert. Für blutige Anfänger gibt es aber auch noch Billardtische, wo der Spielspass dann nicht zu kurz kommt……

Und was bloß für die Lieben zu Haus…?!

Heut muss ich mal über mein Berufsleben erzählen. Ganz nach dem Motto: G´schichten ausm Schlaraffenland. Zumindest, wenn man den Einzelhandel so nennen will. Im Weihnachtsgeschäft kommt es da ja besonders dicke- in so manchem Bereich: Überforderte Ehemänner an der Parfum- Wand mit Paniktränen in den Augen, weil sie nicht wissen, obs lieber die sportliche Note oder die mit Rosenduft sein soll- und dann auch noch was für die Ehefrau… ;), Amok- laufende Muttis die unbedingt noch einen Pegasus Pferdeschminkkopf fürs bettelnde Töchterlein brauchen, konfuse Omis, die sich fragen, welches von den 2 gleich riechenden Duschbädern sie wohl ihrem Enkel zum Fest kredenzen.
Doch nicht nur als Kunde steht man im momentanen Trouble kurz vorm Infarkt. Auch als immer freundliche Fach- und Kassenkraft ringt man in diesen Tagen schneller mal nach Luft. Die beliebteste Frage ist ja: „.. und wenn’s nicht gefällt, kann mans doch umtauschen, oder?“ Selbstverständlich!
Na ja, es soll ja für jeden das Richtige sein. Man reißt sich schließlich den Allerwertesten auf um am hell erleuchteten Weihnachtsbaum in glückliche Gesichter zu gucken.

Familientag auch für Singles…

Klingt auf den ersten Blick – Moment, ist das hier ne reale existierende Redewendung ohne Sinn, oder nur eine in meinem Hirn entsprungene Freudsche Fehlleistung ? – Egal, wer also mit seinen Ohren genau hingeschaut hat, dem kommt das ganze sicherlich erst einmal Spanisch vor. Also will ich mal ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Gemeint ist damit der Familientag im Schauspiel,- und Kleinen Haus. Hier ist fast jeden Montag Familientag, genaueres dazu gibt es im Spielplan beider Häuser. Das bedeutet im Klartext, alle Karten für alle Plätze kosten 5 Euro. Und die gibt es auch für Singles oder verliebte, die noch nicht den Status einer Familie haben. Ich hab es gestern selbst probiert, und es stimmt. Fürstlich hab ich mich in der Mittelloge niedergelassen, wo sonst der Höchstsatz verlangt wird, und das ganze für nen Fünfer – Vor ein paar Jahren hätte ich noch Heiermann dazu gesagt, aber das Wort scheint ja so langsam auszusterben, schade eigentlich – Wie dem auch sei, eine gute Idee, wie ich finde….

Klamauk und lecker Brot

Wer, so wie ich, ein Fan von Mittelalterlichkeit ist und gern von Umhang tragenden und philosophisch daher erzählenden Menschen umgeben ist, der sollte nicht nur auf den historischen Weihnachtsmarkt im Stallhof in Dresden gehen.. Mindestens genauso beeindruckend ist es, sich vom wilden Treiben, hoch oben, hinter dicken Burgmauern verzaubern zu lassen! Die Festung Königstein ist das absolute Mekka in dieser Hinsicht und in diesen Tagen! Romantisch und historisch geht’s da zu. Unterm dunklen Himmelszelt noch viel schöner! Frisch gebackenes Brot in unendlich vielen Variationen gibt’s zu kosten, leckeren Honigwein zu schlürfen und allerlei Fremdartiges zu bestaunen und zu erstehen. Mit dem Liebsten an der Hand vergisst man unter einem Mistelzweig- Bogen sogar die Füße betäubende Kälte.. Die Weihnachtsgeschichte wird besonders authentisch dargestellt: mit Kindern behuckte Kamele wackeln an einem vorbei und wuschelige Schafe, auf Heu und auf Stroh.., fressen einem, wenn man nicht aufpasst, den eben erstandenen Mistelast weg! (Zweig kann man zu diesem Buschwerk ja schon gar nicht mehr sagen ;))
Ach: Und Großväterchen Frost kommt auch mal gekuckt. Schillernd, in seinem hellblauen Glanz- Satin Mantel- und mit jugendlichem Gesicht! Wechselt man jedoch ein Wort mit ihm, lässt der russische Dialekt einen dann doch an Babajaga und klirrende Kälte im Sibirischen Winterwald glauben und identifiziert sich so mit den russischen Märchen…

Fußball im Internet….

Vielleicht hat der eine oder andere ja schon mal darüber etwas gehört oder gelesen, gerade in letzter Zeit war es ja vermehrt in den Medien. Ein Chinesicher Sender, CCTV, überträgt sein Program via Live Stream im Internet. Dabei auch jedes Wochenende mehrere Bundesligaspiele. Dies klingt ja alles immer ganz toll, aber wenn es um die Umsetzung geht, dann haperts meist. Ich habe es jetzt mal wissen wollen, und ich muss sagen, es funktioniert wirklich und ist auch recht umkompliziert. Man barucht ein gewisses Internetprotokol, was installiert sein muss, da die meisten Spiele damit übertragen werden. Einige wenige gehen auch direkt über den Windows Media Player, aber wirklich nur wenige. Also, das Protokol nennt sich PPLive. Auf der verlinkten Seite ist alles was man braucht zu finden. Links im Menue im Downloadbereich kann man sowohl die benötigten Programme, wie auch die Codecs für den Windows Media Player einfach herunterladen und installieren. Unter How To Use kann man noch mal nachlesen, wie alles läuft. Einmal installiert und gestartet erscheint unten links in der Startleiste neben der Uhrzeit ein kleines Icon. Über einen Linksklick kommt man zur Channel List. Möglich ist noch, das die Sprache unter Language auf Englisch gestellt werden muss, es sei denn Ihr könnt chinesisch. Über die Channel List, oder auf der verlinkten Seite, wo es auch die Progamme zum herunterladen gibt, unter dem Punkt Program List kann man den gewünschten Sender einstellen. Einen Überblick was es alles so zu sehen gibt bekommt man noch hier. Einfach auf weekly schedules und schon wirds aktualisiert. Allerdings nur Fußball. Im Angebot sind auch noch andere asiatische oder amerikanische Sender, z.B. CineMax oder HBO. Über das aktuelle Programm muss man dann allerdings etwas googlen und selber informieren. Hinzuzufügen wäre noch, das die Spiele zeitversetzt laufen. Heute Abend zum Beispiel lief Koeln gegen Bremen ca. 10min später, also nicht ganz Live. Wem das, ein wenig ruckeln ab und zu, und ein kommentarloses Spiel, es sei denn wieder, man versteht Chinesich oder auf ESPN Englisch, nichts ausmacht, der kommt hier voll auf seine Kosten. Solltet Ihr noch Fragen haben, könnt Ihr die gerne über die Kommentarfunktion an mich stellen. In diesem Sinne, allen einen guten Start in die neue Woche…….

Breakfast at Tiffany…..

Wer Sonntags morgens so wie ich meistens etwas zu faul ist, um sich ein fürstliches Mahl selbst zu bescheren, oder einfach nichts mehr im Hause ist, der ist hier in Dresden trotzdem nicht aufgeschmissen. Gegen das Vakuum im Eisschrank gibt es zum Beispiel Lidl am Neustädter Bahnhof, der öffnet auch am siebtem Tage seine Pforten. Wie unchristlich werden manche sagen, wie praktisch die anderen. Wem das aber auch noch zu viel Eigeninitiative bedarf, der kann auch einfach frühstücken, oder besser brunchen gehen, denn zumeist ist in der Neustadt vor 10.oo morgens nichts los, oder nichts offen. Da möchte ich heute mal das Bottom´s Up hervorheben, das liegt nahe, da komm ich nämlich gerade wech. Hier gibt’s für 6 Euro 90 ein Büffet vom feinsten. Warmspeisen, wie Rührei, gebratener Speck, Soljanka oder ein Nudelgericht stehen neben dem normalen Frühstückscerealien wie Müsli, Brot und Brötchen mit Aufschnitt in vielfacher Variation zur Auswahl. Salate, Heringshappen gegen den Kater und Pudding runden das ganze ab. Milch oder der gute alte Kaba sind mit inbegriffen, Kaffee, Tee oder Säfte können für kleines Geld dazubestellt werden. Insgesamt eine gute Möglichkeit das ausklingende Wochenende gebührend zu beginnen……

Haltestelle: Zoo

Schon mal nen Zoobesuch bei frostigen Temperaturen vorgenommen? Da wo Nacktmull und Hyazinthara zu Hause sind, wagt man sich meistens nur bei höheren Thermometerzahlen hin. Auch wenn’s draußen nicht mehr grünt und blüht, so kann man doch drinnen einiges bestaunen. Die neueste Attraktion bzw. Sensation ist nämlich die Diana. Das Rotbauchtamarin- Weibchen hat vor kurzem Drillinge bekommen! Das ist in südamerikanischen Klammeraffen- Kreisen eine absolute Seltenheit! Leider sind 2 Äffchen verstorben, doch dem Dritten geht es gut. Vater Djuke bemüht sich redlich um die Familie. Und um dieser noch etwas Ruhe zu gönnen, kann man die Affenbande erst ab nächster Woche bestaunen. Dafür ist heut ab 14:30 Uhr Weihnachtsbescherung bei den Elefanten. (was auch immer das heißen mag..?!) Ist das nicht was für Groß und Klein? Es muss ja auch nicht immer der Nachwuchs sein, der den Anstoß zum Tieregucken gibt. Da ist was für jedermann dabei: Tiere die sich vor Kälte verkrochen haben, gefräßige Ziegen zum Füttern und stinkige Affenhäuser… Auf in den Zoo! 🙂

Mein imaginärer Freitag Abend…

Da ich ja heute zum Couch-Potato sein verdammt bin, will ich mich wenigsten hier austoben und versuchen, auf diesem Wege dem Freitag doch noch etwas abzugewinnen. Um mal gleich in den Tourslang zu verfallen, vorgeglüht hätte ich wahrscheinlich im Hebedas, der Familieneinkehr, oder im Keepers. Das Keepers ist die Sportkneipe, bei der bei mir aber auch immer die Gefahr besteht, das ich dort länger verbleibe als gewollt, halt je nach Sportangebot und Publikum. Ich will mal sagen, der Versackfaktor ist recht hoch. Im Hebedas, warum Familieneinkehr, weiß ich auch nicht, ist die Gefahr dafür eher gering, da die Luft mit zunehmender Späte des Abends auch immer schneidbarer wird, auf jeden Fall im Winter, weil die türnahen Gäste doch immer recht schnell gegen eine offene Tür aufbegehren. Dafür sind die Preise echt angenehm. Nen halber Liter Becks aus der Flache schlägt mit 1,80 Euro zu buche. Bei gediegener 70igerjahreclubathmo gibt’s zumeist noch nette DJ aufgelegte Musik, also ideal für die ersten Gerstensaftschorlen des Abends. Danach hätte es mich in die GrooveStation verschlagen. Dort findet heute ein wie ich vermute nettes Rock´n´Roll Konzert von den DIAMOND DOGS statt. Eintritt liegt meist um die 5 Euronen bei solchen Events, die ziemlich regelmäßig den Abend in der Groove einleiten. Ab zirka Mitternacht, je nach dem wann die Band angefangen hat, fällt der Preis für die normale Disko auf 1 Euro. Und sollte es wider Erwarten doch länger gehen, sind die Türmänner, soweit man Ihnen nicht gleich ganz blöde kommt, auch eigentlich immer für einen Preiskompromiss zu haben. Sollte das letzte Bier hier dann nicht schon schlecht gewesen sein, so wäre ich dann bestimmt noch für nen Absacker, es liegt ja eh auf dem Nachhauseweg, ins Blue Note gestolpert. Eine super Jazzclub mit fast täglicher Livemusik. Hier gibt’s bis morgens um 8, 9 oder noch später, oder früher, ganz wie man will, für 2 Euro noch nen Glas Martini, welches dann das Einschlafen unwesentlich, das Aufwachen und Aufstehen aber wesentlich beeinflusst…..

Es werde Licht!

Und das nicht nur auf dem Lichterkranz (immerhin schon zum dritten Mal in diesem Jahr), sondern auch auf den Straßen. Damit meine ich nicht die Laternen, wie vielleicht viele gleich spontan vermuteten.. Nein, bei den Autos mangelt es! Es leuchtet zwar bei allen aus den Scheinwerfern- aber das in sämtliche Richtungen! Zumindest wenn man der Dresdner DEKRA glaubt. Die hat nämlich bei Ihrer Lichttest- Aktion 2005 festgestellt, dass über 40 Prozent der überprüften Fahrzeuge Mängel an den Beleuchtungseinrichtungen haben. Im Vergleich zum Vorjahr gab es sogar noch einen Anstieg um 5 Prozent! Die DEKRA- Ingeneure stellten bei diesen Checks außerdem fest, dass die Mängel an der Beleuchtung mit zunehmendem Fahrzeugalter anwachsen. Alles in Allem wären wohl in Sachsen 920.000 Pkw mit in der Gegend wild herumleuchtendem Licht unterwegs.
Entweder hat Muttern beim Armatur putzen mit ihrem Lappen irgendwo drüber geschrubbt und somit einiges verstellt (was lasst ihr denn die Karren auch verdrecken…?!) oder die Einstellungen vom letzten Urlaubsgepäck sind noch nicht zurück geschraubt worden. Meine Tipps: selber putzen, den Anhänger mit dem Urlaubsgepäck einfach mal dran lassen oder, am allerbesten: gleich n neues Auto kaufen! Entscheidet selbst. 😉

Die Macht der Möglichkeit……

Nun hat es auch mich erwischt. Zwar nicht die klassische Grippe die zur Zeit allgegenwärtig ist, und auch nicht erst heute, aber das spielt nun mal keine Rolle. Tatsache ist, das ich heute nicht auf Tour gehen kann. Da bieten sich hier in Dresden nämlich so einige Möglichkeiten. Und darum geht es ja eigentlich auch nur. Die Möglichkeit zu haben, das man, wenn man wollte, man ja könnte. Ich kenn das noch aus meiner Zeit in der Stadt von Heinrich dem Löwen. Braunschweig, für alle die mit dem Löwengefasel nix anfangen können.(Könnte ich bestimmt auch nicht, wenn ich nicht ein paar Jährchen dort vor Ort verbracht hätte.) Da waren die Möglichkeiten nämlich ziemlich bescheiden, haben sie sich doch auf 2-3 Bars oder Kneipen beschränkt, die dann auch irgendwie ne Art Discocharakter hatten. Dort spielte sich also das gesamte Nachtleben ab, was einen dann ziemlich schnell anödete. Hier hingegen gibt es allein in der Neustadt eine Fülle von Bars, Kneipen und Discos, das Freunde, als sie hier hergezogen sind, die erste Zeit nie in die gleich Kneipe oder ähnliches wollten, um überhaupt sich mal nen Überblick zu verschaffen. Mittlerweile hat sich das Nachtleben aber auch auf 3-4 Örtlichkeiten beschränkt, und wenn ich es mal genau nehme, ist so ein typisches Wochenende dem alten Braunschweiger gar nicht so unähnlich. Der kleine aber feine Unterschied ist aber, das wenn ich wollte, ich auch mal woanders hin könnte. Will ich aber gar nicht, und mal nen Abend schön auf der Couch vor der Flimmerkiste zu verbringen ist auch viel gemütlicher, wenn man es macht, weil man will, obwohl draußen ja die Party tobt, und nicht, weil einfach nichts los ist, man halt muss, weil es irgendwie keine Alternative gibt. Jedoch auf die Flimmerkiste starren zu müssen, obwohl draußen gut was geht, und man auch will, ist noch blöder, oder….?

Robbiemania die 2-te

Jetzt muss ich einfach noch mal eine Bilanz ziehen, in Bezug auf den Kartenvorverkauf und die Williams- Hysterie in Dresden. In ca. einem halben Jahr (10.Juli) soll ja Robbies Konzertauftakt hier, auf der Festwiese im Ostragehege, stattfinden. Die Karten sind so gut wie verkauft, sagt der Veranstalter Bernd Aust. Es gibt also doch noch Hoffnung für alle die ihre Kopfkissen des Nachts mit ihren Tränen tränken, weil sie glauben ihr Idol niemals live bewundern zu können. Insgesamt 80.000 Karten wurden angeboten. Und obwohl ja nun schon ein Zusatzkonzert eingeräumt wurde, würden so manche Leute sicher auch noch zu einem Dritten abzappeln wollen. Doch das wird es definitiv nicht geben, denn die Bühnentechnik muss für die Show am 14. Juli nach Hamburg verfrachtet werden. Dafür wäre also die Zeit einfach viel zu knapp!
Und noch was: ich muss zugeben, auch ich hatte daran gedacht.. Karten zu bunkern und mich finanziell am Leid der anderen zu bereichern und sozusagen schwarz die Tickets zu verschleudern. Zu horrenden Preisen versteht sich. Aber um dies einzudämmen werden für Spätzünder und Kurzentschlossene an der Abendkasse noch Karten verkauft. Einige tausend Stück werden dafür zurückgehalten.