Dresden-Blog: Das Weblog von Dresdenern für Dresdener

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Di
6
Dez '05

Für 8 Euro dem Himmel ein Stück näher…

Dies stimmt so nur bedingt, und natürlich auch nur wenn man es auf den Kuppelaufstieg der Dresdner Frauenkirche bezieht. Denn es gibt auch noch Familientickets die für 2 Erwachsene und 2 Kinder unter 16 Jahren gelten und insgesamt dann nur noch 20 Euro kosten. Manchen Leser scheint das jetzt immer noch kein Spottpreis zu sein, dachte ich am Anfang auch, doch wenn man erst mal die Kuppel erklommen hat, dann relativiert sich das doch schon. Die erste Wegstrecke wird mit dem Fahrstuhl zurückgelegt. Von dort kommt man auf einen schmalen Pfad, der einen rund um die Kuppel nach oben führt, und immer wieder wird einem durch Glasscheiben ein Atemberaubender Einblick in das innere der Kirche gewährt. Nach diversen Umrundungen gelangt man an die erste von 2 Treppen, welche noch als normale Treppe steil nach oben führt. Im Anschluss folgt eine schmale Wendeltreppe, weil die Steigung für eine normale Treppe zu steil geworden wäre. Plötzlich steht man vor einer Tür, und schwups ist man auch schon draußen wo sich einem ein wirklich schöner Ausblick bietet. Zusätzlich zu dem Blick auf die normalen umherstehenden Gebäude, wie zum Beispiel Kunstakademie, Kreuzkirche oder das Elbtal kann man zur Zeit das Treiben auf dem Striezelmarkt nebst dem kleinen Weihnachtsmarkt in der Münzgasse beobachten. Alles wirkt wie ein Ameisenhaufen und leuchtet bunt. Und während des Abstieges, der Sonntags zur Gottesdienstzeit noch von Gebet und Gesang aus dem Inneren begleitet wird, und dem ganzen noch eine ganze spezielle Atmosphäre verleiht, und komplett nur zu Fuß bewältigt werden kann, kommen einem die 8 Euro doch gar nicht mehr so viel vor…..

Wenn dem Knecht der Stiefel klemmt…

…hat Nikolaus ihn reich beschenkt!
Habt ihr denn auch alle fein die Stiefelchen geputzt und raus gestellt? Auch wenn sich ein Stück Kohle drin befand- so hat man es doch wenigstens versucht..
Dem Anlass abgewandelt aber entsprechend gibt es heute die Rigo- Laus- Party im Club Mensa. Der Eintritt ist nur 2 Euro und es soll beim Einlass Rigo- Geschenke geben. Ihr könnt die Stiefel aber trotzdem an lassen. Und wenn ihr dann noch den ein oder anderen Rigo zwitschert macht ihr vielleicht dem Nikolaus auch alle Ehre- was die rote Nase betrifft ;)

Festhalten bitte!

Fast jeder hat’s schon mal erlebt: konnte sich nicht mehr halten- machte plötzlich Bekanntschaft mit vorher Unbekannten, zog sich blaue Flecke zu, riss sich Haare aus, brach sich Arme und Beine..! Nein, nein- nicht gleich so dramatisch! Wovon ich erzähle? Von der Straßenbahn. Von vielen auch liebevoll „Strahba“ genannt. Ja, ja sie hat schon so einige Tücken! Den einen bringen sie zum Lachen weil sich „Bitte Lächeln“ vom Feinsten abspielt und den anderen, den Belächelten, zu peinlich berührten Weißglut. Als es neulich einen Opa vom Sitz wippte, teilte sich die Nation- besser die Straßenbahnbesatzung! Während die einen sich vor Sorge und Mitleid ein Bein für den geschädigten ausrissen (fragen ob´s denn geht und aufhelfen) haute es die anderen vor Lachen fast von ihren Plätzen!
Folgende Situation, die, wie ich oft miterlebe, typisch ist: Ich sitze auf einem Einzelsitz einer älteren Bahn. Beobachte. Die Falttür geht auf. Ein Mütterchen schindet sich die für sie viel zu großen Stufen hoch. Ihre zittrige Hand umklammert einen Stock auf dem sie sich abstützt und sich langsam vorwärts schiebt. Schon schrillt das Signal. Türen schließen. Die Oma sieht sich um. Ah.. ein Platz! Das Klacken der sich in kürze weiterbewegenden Bahn ist kein Alarm für sie. Aber für mich! Mir klopft schon das Herz. Die alte Frau visiert den Sitz an. Will losgehen. Die Bahn fährt ruckartig an. Wir alle wissen wies ausgeht..
Ich fordere hiermit: mehr Umsicht der Fahrer, und keine Kurvennahme mit über 70 km/h! Den älteren zu liebe. ;)