Dresden-Blog: Das Weblog von Dresdenern für Dresdener

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Mi
7
Dez '05

Vom Striezel,- und anderen Märkten….

Dresden ist ja bekannt für seinen Striezelmarkt, der ja auch wirklich schön ist, aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Neben einem kleinen Markt in der Münzgasse, der durch das Ambiente mit der blau beleuchteten Frauenkirche im Hintergrund auch sehr sehenswert ist, gibt es noch den Mittelaltermarkt. Bin mir gar nicht sicher, ob er wirklich so heißt, ich nenn ihn mal so halt mal so, denn das scheint mir am entsprechensden. Er ist auch in unmittelbarer Umgebung, gelegen im Schlosshof, zu den anderen Weichnachtsmärkten, und hat meines Erachtens die schönste Atmosphäre. Es gibt dort so gut wie keine Elektrizität dort, außer in ein zwei Buden, die sonst Ihr Angebot nicht feil bieten könnten. Ansonsten wird alles mit Fackeln und Kerzen beleuchtet, geheizt wird mit Feuer, oder die Standbesitzer sind in dicke Felle gehüllt. Und sollte sich einmal ein Besucher zu arg ausgekühlt haben, gibt es im Herzen des Marktes ein größeres offenes Feuer mit Bänken drum herum, die zum aufwärmen einladen. Für Musik sorgen verschiede Künstler, die auf einer Bühne mit Ihren Instrumenten mittelalterliche Klänge verbreiten, und nicht selten eine Menschtraube vor sich versammeln. Schmiede fertigen Rüstungen an, Kleidermacher nähen Hemden und Hosen, die einem das Gefühl geben, man sei gerade in einem Filmset oder einem neumodernen Rollenspiel gelandet. Neben Suppen, Spanferkel und anderen typisch mittelalterlichen Köstlichkeiten darf natürlich der Glühwein oder die Bratwurst nicht fehlen. Alles in allem ein wirklich gelungener Markt, der den Besucher tatsächlich für kurze Zeit in die Welt des Mittelalters zu entführen scheint. Der kleine Obolus, der am Eingang entrichtet werden muss, tut dem ganzen keinen Abbruch, und wer es leid ist oder schon zu oft über die „normalen“ Weihnachtsmärkte gelaufen ist, findet hier nicht nur eine echte Alternative, sondern ein wahres weihnachtliches Highlight……

Bäumchen wechsle dich

Wenn man bedenkt, dass man beim Weihnachtsbaumkauf dieses Jahr tiefer in die so schon ständig leere Geldbörse greifen muss, überlegt sich der ein oder andere vielleicht doch n künstlichen Grünen ins heimische Wohnzimmer zu stellen.
Vielleicht auch noch einer im Keller? Verpackt in Folie und Karton, weil’s einfacher ist die Plastikästchen auszuklappen und die mühselige Schinderei des Stamm- Zurechtsägens und des Passendmachens entfällt. Ach was red´ ich.. komplett herausgeputzt unter einer Maxi- Tüte stehen die Bäumchen bei so manchem auf dem Boden oder im Keller! Bei den Omas meistens. Ich glaub, bei mir ist auch so eine dabei ;)
Aber ich möchte nicht auf eine echte Tanne verzichten. Trotz den 2 Euro pro Baummeter mehr. Das duftende Grün gehört zu den Gerüchen die ich unbedingt mit Weihnachten verbinde. Auch wenn sich die harte Nadel beim Schmücken- nein, Putzen nennt man das ja- in die Hände bohrt (Nur wenn man keine Kettenhandschuhe trägt, hat der Fleischer auch!). Nachdem ich die Lichterkette erfolgreich verästelt habe, kann ich erstmal zur Maniküre..
Ernteausfälle durch Spätfröste im Frühjahr und die Umwandlung von Wald- in EU-Subventioniertes Ackerland bescherten uns die teureren und auch knapperen Weihnachtstannen dieses Jahr. So kommen allein aus Dänemark, weltgrößter Exporteur von Nordmanntannen, 1,5 Millionen Bäume weniger als noch im vergangenen Jahr. Das sind rund 25 Prozent. Blautannen und Fichten (225.000 Stück) werden in den sächsischen Wäldern geschlagen- teilweise schon im Oktober- und werden dann in großen Containern frisch gehalten. Braucht man sich also nicht zu wundern, wenn man schon am 2. Tag nach Errichtung des Baumes auf einem Nadelteppich wandelt…