Da ich ja heute zum Couch-Potato sein verdammt bin, will ich mich wenigsten hier austoben und versuchen, auf diesem Wege dem Freitag doch noch etwas abzugewinnen. Um mal gleich in den Tourslang zu verfallen, vorgeglüht hätte ich wahrscheinlich im Hebedas, der Familieneinkehr, oder im Keepers. Das Keepers ist die Sportkneipe, bei der bei mir aber auch immer die Gefahr besteht, das ich dort länger verbleibe als gewollt, halt je nach Sportangebot und Publikum. Ich will mal sagen, der Versackfaktor ist recht hoch. Im Hebedas, warum Familieneinkehr, weiß ich auch nicht, ist die Gefahr dafür eher gering, da die Luft mit zunehmender Späte des Abends auch immer schneidbarer wird, auf jeden Fall im Winter, weil die türnahen Gäste doch immer recht schnell gegen eine offene Tür aufbegehren. Dafür sind die Preise echt angenehm. Nen halber Liter Becks aus der Flache schlägt mit 1,80 Euro zu buche. Bei gediegener 70igerjahreclubathmo gibt’s zumeist noch nette DJ aufgelegte Musik, also ideal für die ersten Gerstensaftschorlen des Abends. Danach hätte es mich in die GrooveStation verschlagen. Dort findet heute ein wie ich vermute nettes Rock´n´Roll Konzert von den DIAMOND DOGS statt. Eintritt liegt meist um die 5 Euronen bei solchen Events, die ziemlich regelmäßig den Abend in der Groove einleiten. Ab zirka Mitternacht, je nach dem wann die Band angefangen hat, fällt der Preis für die normale Disko auf 1 Euro. Und sollte es wider Erwarten doch länger gehen, sind die Türmänner, soweit man Ihnen nicht gleich ganz blöde kommt, auch eigentlich immer für einen Preiskompromiss zu haben. Sollte das letzte Bier hier dann nicht schon schlecht gewesen sein, so wäre ich dann bestimmt noch für nen Absacker, es liegt ja eh auf dem Nachhauseweg, ins Blue Note gestolpert. Eine super Jazzclub mit fast täglicher Livemusik. Hier gibt’s bis morgens um 8, 9 oder noch später, oder früher, ganz wie man will, für 2 Euro noch nen Glas Martini, welches dann das Einschlafen unwesentlich, das Aufwachen und Aufstehen aber wesentlich beeinflusst…..
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Und das nicht nur auf dem Lichterkranz (immerhin schon zum dritten Mal in diesem Jahr), sondern auch auf den Straßen. Damit meine ich nicht die Laternen, wie vielleicht viele gleich spontan vermuteten.. Nein, bei den Autos mangelt es! Es leuchtet zwar bei allen aus den Scheinwerfern- aber das in sämtliche Richtungen! Zumindest wenn man der Dresdner DEKRA glaubt. Die hat nämlich bei Ihrer Lichttest- Aktion 2005 festgestellt, dass über 40 Prozent der überprüften Fahrzeuge Mängel an den Beleuchtungseinrichtungen haben. Im Vergleich zum Vorjahr gab es sogar noch einen Anstieg um 5 Prozent! Die DEKRA- Ingeneure stellten bei diesen Checks außerdem fest, dass die Mängel an der Beleuchtung mit zunehmendem Fahrzeugalter anwachsen. Alles in Allem wären wohl in Sachsen 920.000 Pkw mit in der Gegend wild herumleuchtendem Licht unterwegs.
Entweder hat Muttern beim Armatur putzen mit ihrem Lappen irgendwo drüber geschrubbt und somit einiges verstellt (was lasst ihr denn die Karren auch verdrecken…?!) oder die Einstellungen vom letzten Urlaubsgepäck sind noch nicht zurück geschraubt worden. Meine Tipps: selber putzen, den Anhänger mit dem Urlaubsgepäck einfach mal dran lassen oder, am allerbesten: gleich n neues Auto kaufen! Entscheidet selbst.
Nun hat es auch mich erwischt. Zwar nicht die klassische Grippe die zur Zeit allgegenwärtig ist, und auch nicht erst heute, aber das spielt nun mal keine Rolle. Tatsache ist, das ich heute nicht auf Tour gehen kann. Da bieten sich hier in Dresden nämlich so einige Möglichkeiten. Und darum geht es ja eigentlich auch nur. Die Möglichkeit zu haben, das man, wenn man wollte, man ja könnte. Ich kenn das noch aus meiner Zeit in der Stadt von Heinrich dem Löwen. Braunschweig, für alle die mit dem Löwengefasel nix anfangen können.(Könnte ich bestimmt auch nicht, wenn ich nicht ein paar Jährchen dort vor Ort verbracht hätte.) Da waren die Möglichkeiten nämlich ziemlich bescheiden, haben sie sich doch auf 2-3 Bars oder Kneipen beschränkt, die dann auch irgendwie ne Art Discocharakter hatten. Dort spielte sich also das gesamte Nachtleben ab, was einen dann ziemlich schnell anödete. Hier hingegen gibt es allein in der Neustadt eine Fülle von Bars, Kneipen und Discos, das Freunde, als sie hier hergezogen sind, die erste Zeit nie in die gleich Kneipe oder ähnliches wollten, um überhaupt sich mal nen Überblick zu verschaffen. Mittlerweile hat sich das Nachtleben aber auch auf 3-4 Örtlichkeiten beschränkt, und wenn ich es mal genau nehme, ist so ein typisches Wochenende dem alten Braunschweiger gar nicht so unähnlich. Der kleine aber feine Unterschied ist aber, das wenn ich wollte, ich auch mal woanders hin könnte. Will ich aber gar nicht, und mal nen Abend schön auf der Couch vor der Flimmerkiste zu verbringen ist auch viel gemütlicher, wenn man es macht, weil man will, obwohl draußen ja die Party tobt, und nicht, weil einfach nichts los ist, man halt muss, weil es irgendwie keine Alternative gibt. Jedoch auf die Flimmerkiste starren zu müssen, obwohl draußen gut was geht, und man auch will, ist noch blöder, oder….?


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