Dresden-Blog: Das Weblog von Dresdenern für Dresdener

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Mrz '06

Hamlet

Regisseur und Bühnenbildner Michael Simon zeigt im Zeitalter von Gentechnologie und Gläserner Manufaktur einen experimentellen Hamlet, in dem der Einzelne austausch- und ersetzbar und das Individuum zwischen gespieltem und gelebtem Wahnsinn vor dem eigenen Ich auf der Flucht ist. Eine Gruppe von sechs Menschen unternimmt den Versuch, sich im gemeinsamen Spiel mit der Komplexität ihrer Wirklichkeitserfahrung auseinander zu setzen. Shakespeares Hamlet wird dabei zur idealen Versuchsanordnung.

Die Koproduktion mit dem Teatr Polski in Wrocław ist derzeit im Staatsschauspiel Dresend zu erleben. Die heutige Vorstellung beginnt um 19:30 Uhr.

Märchen im alten Tabakkontor…

Die Silhouette der Dresdner Altstadt ist ja weltbekannt. Und zu recht, wie ich meine eine der schönsten Stadt-Ansichten in Deutschland. Da gibt es vielleicht noch die Skyline von Frankfurt, die aber nicht jedermanns Sache ist, und die Hafenblick in Hamburch. Naja, insgesamt ist das eher Geschmackssache, und darüber lässt sich ja bekannter weise nicht streiten. Wenn man dann aber mal den Blick schweifen lässt, und etwas weiter Fluss abwärts schaut, sollte einem ein Moschee artiges Gebäude ins Auge fallen. Aber Achtung, es ist keine. Es ist, oder besser war mal eine Tabakfabrik samt Speicher. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann wollten die Stadtherren zur Zeit der Erbauung, kurz vor dem ersten Weltkrieg, keine Fabrik solchen Ausmaßen in der nähe der Stadt haben. Keine herkömmliche Fabrik wohlgemerkt. Also ließ der Tabakfabrikant Hugo Zietz die heutige Yenidze im pseudoorientalischen Stil erbauen, so das man nicht vermuten konnte, dass es sich um eine Fabrik handelt. Im Gegenteil, wurde sie doch schnell zu einem weiteren Highlight der Dresdener Baugeschichte. Heute befindet sich ein paar Büroräume und ein Restaurant im oberen Stockwerk. Von dort gelangt man dann noch über die eine oder andere Treppe bis unter die große bunte Glaskuppel. Dort finden regelmäßig Lesungen statt, meist Märchen oder Liebesgeschichten aus 1000 und einer Nacht, aber auch Geschichten der Gebrüder Grimm oder moderne Märchen, alles passend in eine Art Beduinenzelt mit vielen Kissen und Decken ausgepolstert. Dazu gibt es dann manchmal noch Bauchtanz, wenn es gerade ins Pogramm passt. Allein sich einmal in der großen Glaskuppe zu befinden ist schon toll, dazu noch Märchen aus 1001 und einer Nacht in diesem Ambiente vorgetragen zu bekommen macht es wirklich zu einem tollem Erlebnis. Heute Abend ist es wieder so weit, und Liebesgeschichten aus mehr als 1000 Nächten werden wieder zum besten gegeben. Mit nen 10ner war man damals schon dabei, und ich denke nicht, dass sich die Preise groß geändert haben. Wer gerne genaueres erfahren möchte, kann dies unter ( 0351 / 49 51 00 1 tun…