Es haben am Wochenende keine Papiercontainer in der Äußeren Neustadt gebrannt, es sind keine Flaschen geflogen. Und das lag nicht nur am Regen, der potenziellen Krawallmachern zumindest in der Nacht zum Sonntag den “Spaß” verdorben hat. Das lag daran, dass die Alaunstraße zwischen Louisenstraße und Katharinenstraße vor allem in der lauen Herbstnacht zum Sonnabend von Menschen okkupiert war, die Vieles wollten, nur keine Krawalle. Selbst zwei Böller, gezündet wie das Auftaktsignal zu Randale zu später Stunde am Freitagabend mitten im Menschengetümmel, konnten daran nichts ändern.
Das Konzept von “Scheune”, Döner-Laden und Spätshop “Ararat”, dem Edel-Imbiss “Devils Kitchen” und der Polizei ging auf. Zugleich wurde deutlich: Als Dauerlösung sind die massive Präsenz der Beamten und eine offene “Bühne” vor der Scheune nicht geeignet. Jeweils 160 Polizisten waren in den beiden Wochenend-Nächten im Einsatz. Einige von ihnen hatten sich an die Enden des Mittelstücks der Alaunstraße postiert. Mittendrin eröffnete am Freitagabend die Formation “Banda Communale” das Musik-Programm auf der offenen Erdbühne. Zwischen Soundcheck und Auftritt in einem Club am Rand der Äußeren Neustadt waren die Musiker ins Zentrum des Viertels gekommen, um dort für das Alaunstraßen-Publikum zu spielen. “Devils Kitchen” hatte für alle Künstler Suppe gekocht, das “Ararat” lieferte heißen Tee dazu. Eine weitere Deeskalations-Idee von Döner-Chef Cetin Dogan: Das Bier aus seinem Spätshop gab es dieses Mal in Plastebechern. So wurden potenziellen Krawallmachern nur höchst ungeeignete Wurfgeschosse geliefert.
Einig waren sich am Freitagabend Beobachter wie Paul Simang von der “Scheune”, Ortsbeirat Friedrich Boltz, Ordnungsamtsleiter Ralf Lübs und der Chef des Neustädter Polizeireviers Wolfhard Hack über die “besondere Rolle” dieses Teils der Alaunstraße, der mehr ist, als eben einfach nur eine Autotrasse. Die Durchfahrt war gesperrt, so hatten Fußgänger, Tänzer und Trinker die Straße für sich. Und sie füllten sie am Freitagabend auch ganz aus. Doch als Dauerlösung ist eben auch eine vorläufige Straßensperrung nicht gedacht.
Christoph Springer
Quelle:
http://www.dnn-online.de/dnn-heute/66665.html
grussi…………..
(hoffe das ist erlaubt und ich verletze nisch irgendwas oder jemanden…………)
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