Dresden-Blog: Das Weblog von Dresdenern für Dresdener

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Fr
15
Dez '06

Alkoholverbot in der Neustadt bleibt bestehen…

Seit Anfang Dezember gibt es in den verschiedenen Spätshops in der gesamten Neustadt zum Wochenende kein Alkohol mehr. Damit sollen die Krawalle unterbunden werden. Tja, nun ist es wirklich so, dass seit dem keine Krawalle mehr stattgefunden haben. Ob das eine mit dem anderen jedoch was zu tun hat, das vage ich zu bezweifeln. Das ist ja immer so eine Sache, solche Zusammenhänge zu bilden, oder sich auf irgendwelche Statistiken zu stützen. Die Neustädter Spätshopbesitzer haben sich versucht zu wehren, weil eben die Wochenenden, und das Verkaufsverbot gilt Freitags und Samstags ab 22.oo Uhr bis 5.oo Uhr morgens, deren Hauptgeschäftszeit ist. Nun wurde die Klage aber abgelehnt, das Verbot bleibt bestehen. Im Dezember vorerst. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass das im Januar auch weiter so bleibt, bis es dann mal wieder knallt, und die Leute drauf kommen, dass die Randalierer auch vor 22.oo Uhr Bier trinken, und sich eh meistens selbst versorgen…

Der etwas andere Weihnachtsmarkt…

Endlich mal ne gerechte Strafe…

So empfinde ich es auf jeden Fall, das Mario M. auf immer weggesperrt wird. Da gab es auch kein Weg dran vorbei für mich. Weniger um Ihn zu strafen, sondern eher um die Gesellschaft vor Ihm zu schützen. Lebenslänglich heißt bei uns ja nicht Lebenslänglich, sondern 15 Jahre. Eigentlich komisch, aber so ist es eben. Immer noch besser als in den USA, da werden 50 Jährige auch schon mal zu 107 Jahren Haft verurteilt. Na ja, das Rechtssystem drüben ist eh sehr fragwürdig. Aber das gute hier ist, das Mario M. nach 15 Jahren auch nicht auf freien Fuß kommt, sondern anschließend in Sicherheitsverwahrung bleibt. Das Gesetz wurde als voll ausgereizt. Oft werden ja härtere Gesetze gefordert. Brauchen wir meiner Meinung nach eigentlich nicht, wenn die bestehenden mal wirklich ausgereizt werden würden, so wie jetzt. Ich hoffe nun, das das Opfer einen guten Start in Ihr neues Leben hat, und das auch für Therapie gesorgt wird. Denn das der Täter nun auf ewig dem Gemeinwohl Geld kostet, das Opfer aber drum kämpfen muss, dass es alle möglichen Hilfestellungen bekommt, um irgendwann wieder ein sorgen,- und angstfreies Leben führen kann, ist wieder eine Schieflage der Gesellschaft und Politik, die ich immer nur schwer nachvollziehen kann…