Die Brücke zwischen Alt- und Neustadt soll zur Schlendermeile werden. Eine Studie ergab jetzt, dass die Folgen für den Verkehr gering sind.
Eine von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebene Untersuchung ist zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Sperrung der Augustusbrücke „keine gravierenden Einschnitte für den Verkehrsablauf“ nach sich ziehen würde. Im Zusammenhang mit der Diskussion um eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt wollte die Stadt genau wissen, mit welchen Folgen bei einer Sperrung tatsächlich zu rechen wäre. Sie ließ sich von dem auf Verkehrsberatung spezialisierten Karlsruher Unternehmen PTVAG dazu eine Studie anfertigen.
Das erst jetzt bekannt gemachte Ergebnis lautet zusammengefasst: „Die Folgen einer Sperrung der Augustusbrücke für den motorisierten Individualverkehr würden sich nur kleinräumig auf den Stadtzentrumsbereich auswirken.“
In Zahlen sind die Folgen klar zu bewerten: Derzeit fahren täglich 8500 Fahrzeuge über die Augustusbrücke. Das sind nur drei Prozent des Verkehrs auf allen Dresdner Elbquerungen. Auf der Marienbrücke würde die Sperrung laut Gutachten eine Zunahme des Verkehrs um 2500 auf 36000 Fahrzeuge, also 7,5 Prozent nach sich ziehen.
Bei den Straßen würde sich der Verkehr nur in der Ostra-Allee spürbar verstärken, nämlich um täglich 1500 Fahrzeuge. Das wäre ein ganzes Viertel, weil dort zurzeit weniger Autos fahren als auf der Augustusbrücke. Dafür gäbe es Entlastungen an anderen Stellen.
Rücksicht auf Autofahrer
Der Grünen-Stadtrat Stephan Kühn schlägt deshalb vor, die Brücke im Sommer mindestens an den Wochenenden und durchgehend während der großen Ferien zu sperren. Er greift damit eine Empfehlung der Verwaltung auf, die Sperrung im Sommer befristet zu testen.
Dass er nicht gleich eine durchgehende Sperrung fordert, wie es eigentlich als grüne Politik bekannt ist, begründet Kühn mit Rücksicht auf die Nerven der Autofahrer. „Wenn die Menschen sehen, welche neue Qualität sich dabei entwickelt, wird die Einsicht von selbst wachsen.“ Dann werde auch klar, dass dem Autoverkehr im Grunde nichts weggenommen wird.
Vor allem in der Sophienstraße werde man dann die positiven Folgen merken. Hotelkunden oder Taxifahrer könnten dort selbstverständlich weiter vorfahren. Kühn wäre sogar bereit, für eine solche Lösung die direkte Zufahrt von der Wilsdruffer Straße in die Ostra-Allee wieder freizugeben.
Der Stadtrat hatte erst kürzlich generell für eine stärkere Verkehrsberuhigung in der Innenstadt gestimmt, wobei allerdings jede Maßnahme einzeln begutachtet werden müsse. Kühn erinnerte daran, dass die Brücke schon seit Jahren regelmäßig für Veranstaltungen gesperrt wird. Die Idee einer Sperrung, um sie zum Flanieren nutzen zu können, war wiederholt ins Gespräch gebracht, aber mit Rücksicht auf die Autolobby immer wieder in der Schublade versenkt worden.
diesmal komplett kopiert von :
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1619067
grussi……….
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