Dresden macht sich lächerlich…

Der Streit um die Waldschlösschenbrücke ist schon längst zur Polit-Posse geworden.

Diese Elbquerung wird nun seit über 10 Jahren ständig neu geplant, gestoppt, per Bürgerentscheid wieder aktiviert,
mittels fadenscheiniger Begründungen durch Umweltschützer, man denke hierbei an die „kleine Hufeisennase“, wieder gestoppt.
Es werden Einsprüche erhoben, es wird vor Gerichten geklagt, Dresden setzt sich über rechtsgültige Bürgerentscheide hinweg.
Und wer trägt die Kosten dieses nicht endenden Hin und Her? Ich denke, darauf weiß jeder selbst eine Antwort…
Jetzt soll die geplante und bereits im Bau befindliche Brücke wieder gestoppt und abgerissen werden um einem Tunnel zu weichen.
Die Mehrkosten für einen Tunnel betragen rund 100 Mio. Euro, die Betriebskosten eines Tunnels sind um das 5 – 10fache höher als
die Betriebskosten für eine Bücke! Die Fertigstellung wird auch nicht vor 2015 erwartet.

Inzwischen versinkt Dresden bis dahin weiter im Verkehrschaos. Alle Dresdner Brücken, außer der Marienbrücke, der Carolabrücke und der Flügelwegbrücke, sind in einem maroden Zustand.
Alleine durch die Sanierung der Albertbrücke werden zusätzliche Staus verursacht.
Die Augustusbrücke soll für den privaten Fahrzeugverkehr gesperrt werden und wenn dann das Blaue Wunder, welches jetzt schon in einem maroden Zustand ist, außer Betrieb genommen wird, bleibt nur zu hoffen: 1. das die Waldschlösschenbrücke oder -Tunnel bis dahin fertig ist, 2. das auch noch genügend Geld im Stadtsäckel ist um sie zu sanieren und 3. das die restlichen Brücken bis dahin nicht auch schon wieder sanierungsbedürftig sind…

Hier nochmal zur moralischen und ideologischen Unterstützung der Befürworter eines Elbtunnels kurz der Vorteil bzw. der Nutzen eines Weltkulturerbetitels anhand eines Zitats aus einem Interview mit Walter Hirche auf unesco heute online: „Der Vorteil liegt im Prestigegewinn und in den internationalen Kontakten, die sich durch die UNESCO-Ehrung ergeben.“

Na wenn ein Prestigegewinn keine 200 – 300 Mio. (bisherige Kosten für die Brücke + Kosten für Tunnelplanung und -bau + Betriebskosten) Euro wert ist…

2 Gedanken zu „Dresden macht sich lächerlich…

  1. Stephan

    Geld ist in Sachsen genug da. Der Freistaat ist ja reich genug um 2,5 Mrd € Sicherheit für ne Sachsen LB zu geben.

    Geld ist also schonmal kein Problem.

    Zweitens gibt es in Dresden kein Verkehrschaos. Echtes Verkehrschaos gibt es anderswo. In Indien vielleicht, oder in Kairo.

    Und wenn DD die Brücke wirklich so dringend gebraucht hätte wie Meißen oder Pirna, dann stünde die bereits. Dem scheint ebenso nicht so.

    Wenn es Dresden wirklich einig gehabt hätte, dann wäre der Tunnelplan von 1996 einfach mal schon fertig.

    Ist eben alles eine Sache des Standpunktes.

  2. jensi

    danke für den Beitrag für die Brücke………

    zum Thema Kosten….DD hat es ja……nachdem nach und nach alles Tafelsilber verscherbelt wird und man sich als schuldenfreie Stadt verkauft……….

    grussi……….

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