Woba Mieten steigen nun doch…

Letztes Jahr wurden die städtischen WoBa Wohnungen für viel Geld an eine amerikanische Investorengruppe verkauft, so dass die Stadt auf einmal Schuldenfrei war. Viele Mieter hatten Angst, dass Ihre Mieten dadurch nicht mehr sicher wären und überproportional steigen würden, und das nicht ohne Grund, denn die Investorengruppe Fortress haben ja sicher nicht nur aus Lust an der Freude die Wohnungen gekauft, sondern um am Ende Geld zu verdienen. Die stabilen Mieten waren ein Hauptverhandlungspunkt bei dem Verkauf und durch einen ausgehandelten Sozialplan sollten eben stabile Mieten gewährleistet werden. Nicht mehr als 3%, so hieß es dürften die Mieten steigen. Und nun werden Mieten einiger Wohnungen um 10-15% vereinzelt sogar bis 20% erhöht. Wie kann das sein, fragt sich unser eins, wo doch alles in diesem ominösen Sozialplan festgehalten wurde. Und doch ist es rechtens. Denn die 3% beziehen sich als ein Mittelwert auf den gesamten Wohnungsstand. Also können einige Wohnungen um 10 – 15% steigen, wenn andere dafür gleich bleiben. Ich weiß nicht, ob sogar der Wohnungsleerstand mit gerechnet wird. Denkbar wäre es auf jeden Fall. Und dies ist sogar gängige Praxis. Und irgendwie glaube ich nicht, dass die Verhandlungspartner der Stadt davon nichts wussten. Und wenn, dann haben sie wohl den falschen Beruf und müssten auf die Straße. Aber bei öffentlichen Jobs ist es ja egal, wie viel Geld verbrannt wird, oder welcher Schaden angerichtet wurde. Konsequenzen gibt es in den allerseltensten Fällen. Und die dummen sind jetzt natürlich die Mieter…