Archiv für den Autor: Nicole

Petrus lässt es gießen auf die Elbewiesen

Ja das war Gestern noch ne Enttäuschung für mich, als ich lesen musste, dass die Bühne abgebaut werden musste. Also das Konzert der Bloodhound Gang findet heute Abend nicht statt. Schon Dienstagnacht wurde mit dem Abbau der Bühne angefangen. Der Film „16 Blocks“ wurde noch gezeigt, doch nun heißt es erst einmal: pausieren. Ab einem Hochwasserpegel von 4,20m wird das Gelände gesichert und heute sollen es schon 4,80m sein, also ist es schon verständlich. Keine Sorge, die Termine für die Konzerte werden nachgeholt. Es fällt wahrscheinlich ebenso das Roland Kaiser Konzert aus. Na ja das interessiert mich eigentlich nicht.
Für die Veranstalter der Filmnächte war es jetzt schon ein Erfolg, denn der Publikumsrekord ist gebrochen. Am 1. August kamen 5.000 Besucher um den Film „The Da Vinci Code“ zu sehen. Bisher strömten ganze 51.500 Besucher an die Elbe, dass entspricht 2.281 Zuschauer pro Film. Aber beim so gutem Kino, wie „Ice Age II“, „Walk the Line“ oder „Die Weiße Massai“ ist es ja kein Wunder. Dazu kommt noch dieses super Wetter der letzten Wochen. Hoffen wir mal, dass es wieder so wird und der öde Regen sich verzieht.
Die Organisatoren versprechen sich eine Gesamtbesucherzahl von 150.000. Diese Zahl ist doch zu schaffen- immerhin ist die Elb-Leinwand die Größte der Welt und unsere Stadt die Schönste.

Hooray for Dresdner Boobies

War jemand schon bei einem Konzert am Elbufer? Das ist so richtig romantisch, wenn man im Hintergrund die Dresdener Altstadt im Sonnenuntergang bewundern kann. Nebenbei noch gute Musik hören, dass ist doch was. Scheiß drauf zumindest morgen, denn da wird gefeiert und gerockt mit den Freaks von der Bloodhound Gang. Die mähen ab 20 Uhr den Elbrasen mit ihren Partyhymnen. Die Band besteht seit 1993, damals waren sie noch eine Depeche Mode-Coverband. Angeblich wollten sie nur schnell bei den Mädels landen, typisch pubertierende Jungs.. Der Erfolg kam erst mit dem 1996 veröffentlichten Album „one fierce beer coaster“, welches die Parycombo auch in Europa zu Alternativ-Stars machte. Im Jahr 99 landeten sie einen Superhit mit „Bad Touch“. Das dazugehörigen Album „Hooray for Boobies“ war ebenso ein Kracher. Die Fans feierten mit ihren Chaoten auf zahlreichen Konzerten. 2005 hieß es dann, wieder mal ein neues Album; „Hefty Fine“ was natürlich Chart-tauglich ist. Dazu muss einfach auch live gefeiert werden. Deshalb gibt’s abermals ne Tour auch durch „good old Germany“, wo man sich keine Sorgen um Zensur machen muss. Das morgige Konzert an den Elbwiesen ist das letzte im Osten. Danach geht’s noch nach Wünsdorf, Helmershausen, und Saarbrücken. Nehmt die Chance für ca.34 € wahr und macht euch im Foxtrot, in Uniform, mit Charlie und nem Kilo (Bier) auf die Wiesen. Bis Morgen dann oder unter diesem Link: http://www.vertigo.fm/_aktionen/_streetteam/bloodhoundgang/fatty/.
Nachtrag: Einige Stunden später las ich in der MoPo, dass auf Grund von Hochwasser die Bühne abgebaut wurde und somit das Konzert ausfällt. Also nix mit daneben setzen und lauschen für Lau. 😉

Hip Hop don´t stop

Dieses Wochenende hieß es zum neunten Mal Hosen tief, Augen rot und Rastas lang, zumindest in der Nähe von Chemnitz. Am Stausee Oberrabenstein fand wieder einmal das Splash! Festival statt. Es ist das größte HipHop und Reggae Festival in Europa. 100 acts auf 6 Bühnen und das in 3 Tagen! Dieses Jahr konnte mit Fat Joe, Seeed, Gentleman, Blumentopf, Joy Denalane, Jan Delay und den Youngbloodz gefeiert werden..
Und natürlich war auch fast jeder deutsche Rapact vertreten und wollte seine Fans begeistern. Doch die Euphorie war teilweise nicht so präsent, auf Grund des Dauerregens ab Samstagmorgen. Wie auch schon letztes Jahr verwandelten sich die Felder auf denen das Festival stattfand in ein regelrechtes Schlammmeer (schreibt man das noch mit 3 m?). Am (Sonn)abend verbesserte sich die Stimmung keinesfalls als per Stillepost langsam jeder mitbekam das Juelz Santana nicht kommt und Gentleman vorgezogen wird. Die HipHop Fans waren sehr enttäuscht da auch keine Informationen Seitens der Veranstalter durchgegeben wurden, warum der Auftritt, der nun auch in Europa sehr erfolgreichen Dip Set Crew ausfällt. Ähnlich wie bei D4L welche auch nicht anwesend waren. Zwar die US Newcomer wurden zwar durch die Crunkraper Youngbloodz ersetzt, jedoch konnte man dies ebenfalls nicht Vorort erfahren sondern nur wenige Tage vor Beginn im Internet nachlesen. Viele der Teilnehmer erinnerten sich sicher an das letzte Jahr als man hören musste das der Hauptact Nas nicht kommen wird. Mal abgesehen vom Dauerregen und das im Matschgewate fand ich Seeed extrem toll. Ich konnte mich bis vor in die erste Reihe kämpfen. Zudem vergaß ich so manche Plackerei aufgrund des allgegenwärtigen Grasgeruches. Ich war ständig umnebelt. 😉
Nun hoffen wir mal, dass es nächstes Jahr mal wieder besser wird- es wäre echt wünschenswert! Denn dann heißt es: Alles gute zum Zehnjährigen. Viele acts und schönes Wetter wünschen wir schon jetzt. Peace Altaaa!

Klatsch und Tratsch

„Hab gehört..“ fängt ja so ein Tratsch meistens an. Und meistens ist an irgendeiner Sache um die es geht auch was Wahres dran.
Naja jedenfalls hab ich gehört ;), dass Robbie Williams sich nach den Dresden Konzerten wohl nicht gerade in die Hose gemacht hat vor Begeisterung.
Angeblich soll er die Hamburger Fans (er fuhr ja gleich nach dem Dresden Aufenthalt gen Norden) besser gefunden haben, weil sie mehr Stimmung gemacht haben.
Auch das die Konzerte nicht komplett ausverkauft waren hat dem Meister nicht gepasst. Bei den Massen, die sich durch den einen Ausgang pressen mussten auch besser so. Obwohl, der ein oder andere Fan hätte das Kraut dann sicher auch nicht mehr fett gemacht.. Und dann die Getränke, was natürlich zu erwarten war, mega teuer! (es war nur ein Liter pro Person im Tetrapack erlaubt- und das bei der Hitze!) Bei den Fanartikeln auch utopische Preise! Hat doch genug abgezockt, der Typ.
Naja trotzdem, please entertain us weiterhin.

Die Prager Straße wird zum Kino

Beim Eis essen auf der Prager Straße war es gestern nicht so ruhig wie sonst.
Von kreischenden und im Springbrunnen planschenden Kindern mal abgesehen.
Ständig war laute Musik zu hören und ein leinwandartiges Gebilde hing vor den Hochhausbalkonen. Heute erfahre ich, was es damit auf sich hatte.
Das war schon mal ein Soundcheck für die Aufführung heut Abend. Denn Dresden wird zum Schauplatz einer Weltpremiere!
Der Wohnblock soll mit seinen 240 Metern der Längste Deutschlands sein. Von den 600 Wohnungen sind nur noch 176 belegt- deswegen gibt’s da sicher auch keine Probleme, weil man nicht mehr rausgucken kann.
Bevor das Haus in die Modernisierung geht, wird es durch die Hochhaussinfonie
heute Abend ab 22 Uhr berühmt. Die multimediale Inszenierung besteht aus drei Hauptteilen. Zum ersten wird auf die umgrenzenden Gebäude der Fußgängermeile zwischen Hauptbahnhof und Altmarkt ein Film projiziert. Er zeigt die Geschichte der Prager Straße bis zur Wende. Zum Zweiten handelt sich der Wohnblock gleichzeitig zur Projektionsfläche, Filmkulisse und Matrix für eine Lichtinszenierung, die die Balkone und Wohnungen im Block einbezieht und die einzelnen Bestandteile des Events miteinander verknüpft.
Zum dritten verschmilzt der Film „Panzerkreuzer Potemkin“ auf einer Leinwand am Wohnblock live mit dem Sound der auf 42 Balkonen sitzenden Dresdner Sinfoniker und der Pet Shop Boys. Die beiden produzierten einen neuen Soundtrack zu dem Stummfilmklassiker.
Das Interesse bei den Dresdnern ist groß. Mehr als 5.000 Karten wurden schon verkauft. Die Uraufführung der neuen Version auf dem Trafalgar Square in London 2004 wurde begeistert gefeiert.

Prohliser Leute auf Video

Ich muss überrascht feststellen, dass Prohlis in der letzten Zeit ganz schön was zu bieten hat, bzw. mit neuen Ideen und Einrichtungen aufwartet.
Am 15. Juli hat nämlich im Heimat- und Palitzschmuseum auf der Gamigstraße 24 eine neue Ausstellung eröffnet. “1. Orakel (Orakel von Prohlis)“ heißt die und ist eine Videoproduktion von Andreas Fohr. Der gute Mann kommt aus Paris. So so.
Und der Herr Georg- Palitzsch, der auch meinen Straßennamen ziert, war einst Bauer und Astronom.
Ausgangspunkt besagter Videoproduktion bilden eine Reihe von Zusammentreffen mit verschiedenen Prohlis- Männer und Frauen und die mit ihrer Hilfe gemachten Aufzeichnungen von Hörbarem und Sichtbarem. Wer sich nicht viel darunter vorstellen kann, so wie ich, sollte mal vorbei schauen. Bis 6. August ist noch Zeit dazu.

Umwelt in Prolis

In meinem Heimatstadtteil Prohlis gibt’s wieder mal was Neues. Und zwar ist da eine neue Einrichtung entstanden, die vom Umweltzentrum Dresden e.V. betrieben wird.
Dort sollen Kindern und Jugendlichen Umweltthemen nahe gebracht werden. Und ich denke da geht es nicht nur darum, den Kaugummi nicht ins Gebüsch zu spucken und Glasflaschen nicht in die gelbe Tonne zu schmeißen.
Zu finden ist das Umweltzentrum in dem kleinen Gebäude neben der ehemaligen Ziegelei und dem Flächenkulturdenkmal „Kunath´sche Lehmgrube“. Über den Fußweg zwischen Dohnaer Straße und „Am Anger“ ist das Haus zu erreichen. Die neue Umweltbildungsstation kann auch für Lesungen, Seminare und Vorträge oder als Treffpunkt genutzt werden.

Von Knäcke und Vollkorn

Gesund essen heißt leider nicht sich morgens, mittags und abends drei Nutella Brötchen hinter zu schieben. Wirklich schade! Das geht auf Dauer nicht nur auf die Hüfte sondern auch auf die Nerven. Um die Kehrtwendung in Sachen ungesund Essen zu machen, gibt’s folgendes: Zum Thema „Vollwertige Ernährung“ macht nämlich das Infomobil der Verbraucherzentrale Sachsen in Dresden Halt.
Am 21. Juli ist das Beratungsfahrzeug von 8 bis 14 Uhr auf dem Wochenmarkt der Lingnerallee am Start.
Ernährungsberaterinnen erklären anhand praktischer Beispiele und Verzehrempfehlungen, wie der tägliche Bedarf an Energie und Nährstoffen gedeckt werden kann. Diverse Lektüre zum Thema Vollwertkost kann man vor Ort auch ergattern. Nicht nur was für Leute, die den Speck an der Kniescheibe los werden wollen.:)

Der Sommer und das Auto

Der Innenraum so heiß wie eine Trockensauna, das Lenkrad wie Kochplatten beim Nudeln Kochen und den Gurt möchte man am liebsten hängen lassen wo er ist, denn er verursacht Brandblasen. Autofahren ist dieser Tage nicht gerade meine Lieblingssportart! Da schreit der geplagte Autofahrer doch geradezu nach klimatisierter Luft, die die schweißdurchtränkte Klamotte wieder trocken fönt.
Hat nur leider nicht jeder, so eine Klimaanlage. Auch bei mir kann ich leider nur auf die offene Scheibe und das Dachfenster hoffen. Wobei letzteres schon beim manuellen aufkurbeln Schweißsturzbäche ohne Gleichen verursacht.
Also wohl dem, der eine Klimaanlage hat! Oft gehören sie ja schon zur Standartausrüstung und ist auf alle Fälle ein Plus für die Verkehrssicherheit.
Der Fachmann rät allerdings: Umsichtiger Umgang mit der künstlichen Kälte! Das Gefälle von Außen- und Innentemperatur sollte zehn Grad Celsius nämlich nicht überschreiten. Sonst wird der Kreislauf nur unnötig belastet. Mann stelle sich vor, am Zielort herrschen 36 Grad und im Auto sind nur 18. Das knüppelt den stärksten Mannen nieder. Bei ständigem Klimaanlagengenuss besteht zudem Erkältungsgefahr. Denn diese Luft entzieht dem Fahrgastraum Feuchtigkeit und trocknet die Schleimhäute in Nasen- und Rachenraum aus. Die verlieren ihre natürliche Schutzfunktion und man brauch sich nicht zu wundern, wenn man am nächsten Tag mit dickem Hals und diverser anderer (Kopf-) Schmerzen rum läuft.
So wie ich zurzeit. Nur hab ich’s vom offenen Fenster. Hm..

Radball

Nach der Fußball- WM kann ich nicht anders, als mich weiter am Ballsport zu erfreuen. Denn irgendetwas fehlt irgendwie. Erst heute habe ich in dörflicher Umgebung die RKB- Sachsenmeisterschaft im 6-er Rasenradball in Niederseifersdorf verfolgt. (Oberlausitz- geliebtes Heimatland) Der SV Lok Löbau holte den Titel in sengender Hitze und spielstark. Radball: Mancher Orts recht populär, dennoch eine Randsportart. Um Unwissende aufzuklären, mache ich das Ganze jetzt mal etwas deutlich. Radball wird meistens in der Halle gespielt. Die Vereine stellen Mannschaften aus je 2 Spielern die auf einem speziellen Rad sitzen. Der Lenker besteht aus einer Gabel ohne Bremsen und diverses Straßenrad- oder ähnliches Radzubehör. Der Rahmen und die Kette sind sehr robust und die Felgen mit extra Speichen verstärkt. Der Sitz wird kaum gebraucht und ist sehr weit hinten auf einer geraden Stange angebracht.
Gespielt wird zwei mal sieben Minuten. Ziel ist es den mit Pferdehaar gefüllten Spielball mit Radfahrkünsten ins gegnerische Tor zu schlagen- mit dem Vorderrad.
Teilweise geht es extrem brutal zu. Spektakuläre Stürze und nie gesehene Radfahrer sind bei so nem Spiel zu bewundern. Rasenradball ist da etwas anders. Wie der Name schon sagt, spielt man da auf dem Grünen und im Freien. Die Mannschaften sind größer und die Reifen mit Profil.
Also wer mal Gelegenheit bekommt, sich ein Radballspiel anzuschauen, sollte nicht auf Action mit Rädern verzichten und auch einer Randsportart eine Chance geben.

Deutsche Sprache, schwere Sprache

Wer immer schon Probleme beim Schreiben von Schifffahrt und Schlammmann hatte, kann sich freuen. Denn nicht nur diese beiden Wörter stehen in der mittlerweile 24. Neuauflage des Duden die am 22. Juli erscheint. Der Band muss natürlich wieder was Neues haben. Und diesmal erwarten die Rechtschreibschwachen und die öfter mal Nachschlager mehr Stichwörter (130.000) und Beispiele (500.000) als je zu vor! Wenn das nicht der Grund ist, um schon in der Nacht zum 22. die Buchläden zu belagern, weiß ich auch nicht. 🙂
Außerdem wurden noch 3.000 Wörter zusätzlich ins Repertoire (Für dieses Wort musste ich eben mal nachschlagen. Mein Word hatte keine Idee, was ich mit den Buchstaben will.) des Duden aufgenommen. Unter anderem USB- Stick und Telenovela. Da kann man mal sehen, wie die Medien die deutsche Wortbildung beeinflussen. Die auf Pro Sieben wurde übrigens abgesetzt, fand anscheinend niemand so interessant. Oder gab’s da ein Ende bei „Lotta in Love“?
Zur besseren Übersicht wird der Duden auch noch vierfarbig gestaltet sein. Nichts für Leute mit der Rot- Grün- verwechsel- Schwäche.
Dennoch kann aufgeatmet werden: Erstmalig wird nämlich von den Herausgebern eine Empfehlung bei unterschiedlichen Schreibweisen gegeben.
Fürn Zwanni kann man den neuen Gelben im Handel erstehen.
Für Fehler und Schrift haftet der Stift. (Ich weiß, der hatn Bart.)

Sportlich auf dem Rad

Heute startete das 11. Sächsische Fahrradfest. Wer Lust hat kann sich ab sofort bei den SZ- Treffpunkten und im Internet unter www.sz-online.de anmelden.
Was in diesem Jahr neu ist: Statt des klassischen Fahrradfest-T-Shirts kann mit dem Startpaket auch ein professionelles Bike- Trikot im Fahrradfest- Design bestellt werden. Im Angebot sind diesmal sechs Touren zwischen 10 und 125 Kilometern Länge. Ich bin heut schon mal ohne Fahrradfest- Vorgabe- Strecke geradelt. Leider nicht in Dresden, denn in meiner zweiten Heimat hab ich es leider noch nicht geschafft ein Fahrrad zu ergattern. Irgendein Gebrauchtes im Tausch gegen ne Stiege Eier 😉 oder fürn Fuffi. Relativ fahrtüchtig trotzdem wünschenswert. Aber die sind ja diesen Sommer wieder so was von begehrt, dass- kaum steht z.B. in der „adrem“ ne Anzeige drin, das Fahrrad auch schon mit dem Erscheinen der Ausgabe vergriffen ist. Hab aber gehört, dass der Fahrradlose Bürger sich irgendwo ein ausleihen kann.

In historischen Gewändern

Die 800- Jahr- Feierlichkeiten stehen an. Ist ja bekannt. Seit mehr als zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für den historischen Festumzug und jetzt auf Hochtouren.
Die 800- jährige Geschichte Dresdens soll in 75 Bildern gezeigt werden. Da werden Fahrzeuge benötigt, die musikalische Umsetzung der verschiedenen Themen und Bilder und natürlich die Kostüme. Für insgesamt etwa 3.000 Darsteller geht die Kostümschneiderei in die Endphase. Und das Lustige ist, wer sich gern in alten Fummeln sieht, kann auch noch mitmachen. –Nein, nicht schneidern, sondern sich ein historisches Leibchen überstreifen und mitmarschieren.
Für den Festumzug werden nämlich noch Statisten zur Unterstützung gebraucht. Etwa 25 männliche Darsteller im Alter von 20 bis 60 Jahren werden gesucht. Wer lieber Fahnen und Standarten schleppt, als eine schwere Rüstung kann sich ebenfalls unter folgender Nummer mal informieren. Tel.: 65648676 Die Statisten sollten sich für eine Probe bereithalten. Der Umzug wird etwa zwei Stunden dauern und startet um 14 Uhr. Ach, das Wichtigste hätte ich ja fast vergessen:
Am 27. August findet das Ganze statt.

Feucht- Sportlich in Prohlis

Bei mir ums Eck wird’s am 15. Juli wieder mal ganz sportlich. Im Freibad Prohlis kann man nämlich nicht nur in polarmeerkaltes Wasser (es ist wirklich so) springen, sondern auch körperlich aktiv in der Hitze schwitzen.
Zur 11. Jugendsportlerparty der Sportjugend, so nennt sich das Ganze, werden viele talentierte und erfolgreiche Nachwuchssportefixe der Stadt eingeladen. Die dürfen maximal 18 Jahre alt sein und müssen 2005 mindestens einen 3. Platz bei den Landesmeisterschaften in Ihrer Sportart erreicht haben. Allen Sackhüpffreunden sei gesagt: Nicht traurig sein, ihr seid leider nicht dabei. 😉
Geplant ist eine Beachparty mir viel Musik, Spaß und Show. Zu den Attraktionen zählen: Synchronschwimmen, Cheerleader schwingen ihre Hüften, Trommler hauen aufs Fell und Luftballonaktionskünstler werden am Start sein. Ich denke mal, die machen mehr als nur n lang gezogenen Dackel aus ner Luftballonwurst.
Mit anderen Worten: Sport frei und rein ins kühle Nass, denn Prohlis lädt zum Badespaß!

Familienfreundlich gesund

Festlich spaßig wird’s am 15. Juli nicht nur in Prohlis sondern auch auf dem Gelände der HUMAINE Klinik Dresden auf der Malerstraße 31. Denn da findet ein Familienfest rund um das Thema Gesundheit statt. Von 10 bis 18 Uhr werden die Besucher anschaulich informiert und gut unterhalten. Erste Hilfe Maßnahmen stehen ebenso im Blickpunkt wie Diätberatung, gesunde Ernährung und Tipps zu Bewegung.
Und danach hat der ein oder andere sicher Lust bekommen, im Freibad Prohlis (siehe oben) ein Bisschen abzuzappeln.

Sex and the City

Um mal die weibliche Zielgruppe hier ein wenig mehr anzusprechen, auch auf die Gefahr hin für mich allein zu schreiben, muss ich mich einfach mal freudig über meine Lieblingssendung auslassen.
Heut Abend laufen ja noch einmal 5 ausgewählte, hoch geschätzte Sendungen rund um die Mädels aus New York. Der ein oder andere Fan hats vielleicht mitbekommen und dem Desinteressierten wurde es aufs Auge gedrückt.. 😉
Letzte Woche Dienstag kam unter anderem auch die letzte Folge aus der Finalen Staffel. Das Happy End. Täuscht mich mein Erinnerungsvermögen, oder wurde uns da ein anderes, ein weniger emotionales Ende und Wiedersehen von Carry und Mr. Big gezeigt? Es wurden doch mindestens drei verschiedene Fassungen des Happy Endes gedreht hab ich gehört. Diese war auch nicht schlecht, aber an die „wir treffen uns auf der Brücke wieder“- Story reicht sie nicht so ganz ran.
Ich bin jedenfalls froh, dass allen SATC- Fans die nicht sämtliche Staffeln auf DVD haben (leider auch ich) ein paar Folgen noch mal zur Erinnerung und zur Primetime kredenzt werden. Danke Pro Sieben.

Robbiemania

Gestern war ja schon der absolute Hype ausgebrochen, was das erste Konzert von Robbie Williams in Dresden betrifft. Ich glaub, das nahm teilweise größere Maße an, als das Fußballfest. Und wenn ich dann noch höre, dass sich die Publikumsmasse auch noch durch einen einzigen Ausgang pressen musste, kann ich mir schon vorstellen das nicht zur die Hitze ihre Umfallopfer forderte..
Ob´s heute noch mal bis an die 80.000 Besucher heranreicht?
Für alle, die heute zum ersten Mal zum Konzert gehen: Die Einlasszone befindet sich nahe der Pieschener Allee. Die nächstgelegenen Haltestellen sind: Kongresszentrum (9), Weißeritzstraße (10, Bus 94) und Maxstraße (1,2).
Ich hätte gern mal einen Erlebnisbericht inwieweit das Konzert der Enge wegen zu ertragen war und ob man den Robbie auch mal sehen konnte.
Heute um 21.00 Uhr auf der Festwiese im Ostragehege geht’s noch mal los.

Viva La France!

Was für ein unschönes Spiel am gestrigen Abend. Ich war von Anfang an auf der Seite von les bleues. Schon allein aus dem Grund weil Italien uns ums Finale brachte. Schon im Halbfinale war deren Methodik zu erkennen: Fies, unfair und Schiries bestechend. Kurz: Mafiosi pur! Im Heimatland in Wettskandale verstrickt, wie zum Beispiel Juventus Turin, haben sie sicher auch hier Gelder fließen lassen.
Thorsten Frings haben sie über die Presse auch rausgekickt. Und der arme Zidane erst! Wer weiß, was der Spaghetti- Mann dem erzählt hat, dass er so austickt. Auch wenn ihm so ein “Kopfball“ natürlich nicht passieren darf.
Auch merkwürdig irgendwie, dass gerade der Franzose den Elfer verschoss, der sonst in Italien sein Geld verdient. Aber wer weiß, vielleicht fährt er jetzt einen neuen Ferrari?! 😉 Ich bin für jegliche Spekulation offen.

Ein Tag in Liberec (part one)

Nun will ich von unseren Erlebnissen am gestrigen Tag bei den Tschechischen Nachbarn berichten. Wer bisher nur den Dresdner Zoo mit seinen Bewohnern und der derzeit aktuellen Hauptattraktion, den Minifanten Thabo Umasai kannte, wird überrascht sein, was der Liberecer Zoo alles im Petto hat.
Vorab bietet es sich in der Tschechei immer an, diverse Hauptmahlzeiten zu sich zu nehmen. In unserem Fall war es das Mittagessen im Zoorestaurant.
Leider nicht zu empfehlen, da recht teuer und wenig auf dem Teller-
für Tschechische Verhältnisse jedenfalls.
Für umgerechnet 2,50 Euro kamen wir in den Zoo und zuerst an einem Haufen Giraffen vorbei. Dann konnten wir gelangweilte Elefanten erleben, die sich mit Sand beschmissen. Das Tolle an diesem Zoo ist die Nähe zu sämtlichen Tieren. Wenn man nicht aufpasst, kriegt man sozusagen ne Ladung Sand ab. Die weißen Tiger (!) und die Löwen zum Beispiel sind nur durch eine dicke Scheibe vom Besucher getrennt. Da kann man fast das Fell fühlen.
Die Robbenfütterung mit Kunststückchen und Rumrobben war um 15 Uhr. Leider verpasst. Der wolkenbruchartige Regenschauer hielt uns nämlich unter dem Minidach des Orang Utan- Käfigs fest. Von dem hat sich offenbar eine dicke, fette Spinne auf mein Haar abgeseilt, denn irgendein freundlicher Tscheche mit Kind auf dem Arm fummelte sie mir urplötzlich vom Körper. Die sah aus, wie ausm Tropenhaus ausgebrochen. Ein Schüttelanfall war die Folge.
Nochmal zurück zu den Orangs. Da gibt’s ja im Dresdner Zoo auch welche.
Irgendso ein Kleiner hatte sich bei meinem Letzten Besuch seine eigene Breche noch mal durch den Kopf gehen, also erneut verspeist. (Nichts für schwache Nerven ;)) Meine Erkundigungen haben ergeben, daß das wohl sehr nahrhaft sein soll…
Allerlei Affentheater und Exotisches gibt’s jedenfalls auch in Liberec zu bestaunen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Ein Tag in Liberec (part zwo)

Nachdem uns der Regen endgültig aus dem Zoo vertrieben hatte steuerten wir Babylon an. Nein, nicht die Stadt im Zweitstromland, sondern DAS Badespaßparadies (indoor) schlecht hin. Einmal durch die verwirrende Tschechische Stadt geschunden und einen Parkplatz ergattert konnte es auch schon los gehen.. das nächste Verwirrspiel.. an der Kasse. Für umgerechnet ca. 6 Euro (auch nicht gerade billig) und mit Kartenzahlung ging’s in den Wassertempel hinein. Umtauschen wollte ich nicht extra. Trotzdem muss man irgendwoher ein 20 Kronen Stück ergattern, damit man seine Klamotten in einen der Spinde pressen kann. Es passt nichts anderes- das Probieren kann man sich sparen..
Drinnen erwartet einen ein Mix aus verschiedenen Becken mit verschiedenen Spaßmöglichkeiten. Ein Höhlensystem, mit Sauna. Verschieden temperierte Whirlpools, eine Kletterwand, Sonnenterasse… Und das Beste: natürlich die Rutschen. Wobei ich bei einer Angst um mein Leben hatte und diese verschmähte.
Bei dieser schmeisst sich der Mutige in ein Rohr, wie bei allen Rutschen, und bekommt in der fast senkrecht verlaufenden Rutsche enorm Speed. Dann wird man auf eine Trichterplattform gedroschen. Auf der dreht man sich dann solange bis man unten aus dem Loch in 2,5 Meter tiefes Wasser fällt.
Aber auch die anderen Rutschen sind toll. Das einzige was fehlt in diesem Babylon- Bad ist n großes Becken, in dem man auch mal ne Bahn schwimmen kann. Und ne richtige Reinspringmöglichkeit ist auch nicht vorhanden.
Aber auch hier wie im Zoo: Unendlicher Babyboom!
Kaum ältere Herrschaften tummelten sich zudem im Bad. Denen fehlte wahrscheinlich das Schwimmbecken.
Ausgelaugt und hungrig kehrten wir abends noch ins Camelot ein. Einem Restaurant nahe der Deutschen Grenze in Hradek. (tolle Portionen zu tollen Preisen) So waren wir stark genug um mit unseren Fußballern den 3:1 Sieg zu erleben und den Dritten Platz der WM zu feiern.

Ablenkung

Es wird ja nun leider nix aus dem Weltmeistertitel für unsere Jungs der deutschen 11 aber wir haben ja noch das kleine Finale und so wie ich mir das denke wird das eher ein Großes für die Fans. Gewinnen! Keine Frage. Stellt euch einfach vor, es sei das Finale dann macht es gleich mehr Spaß. Also ich werde das Wochenende vor Anspannung wegen den Spielen wieder nicht schlafen (nicht nur die Hitze, die mir den Schlaf raubt..), wenn’s euch ähnlich geht, dann lenkt euch doch ein wenig ab. Zum B(all)spiel mit lesen auf dresden-blog.de oder morgen Nacht von 18 bis 1 Uhr mit der Dresdener „Museums-Sommernacht“. Das ist mal wieder was anderes als das internationale, runde Leder von dem wir uns sowie so ab nächste Woche wieder verabschieden müssen. So kann man doch am Samstagabend schon mal in 45 offenen Musen sehen was man bis zur EM 2008 so macht. Falls ihr jetzt denkt, dass die 9€ Eintritt zuviel sind, wenn man dann auch noch die Straba bezahlen muss – neenee… die habt ihr da schon mit drin zumindest von 14 bis 5 Uhr in allen Linien der DVB. Wenn das nicht ein Angebot ist.
Außerdem gibt es gleich in 45 verschiedenen Museen von Dresden was zu sehn und zu bestaunen. Für die Museumsnächte ist das ein Rekord, denn es gab noch nie so viele Teilnehmer. Die Karten gibt’s ab heute im Vorverkauf (Infos unter www.dresden.de). Möglicherweise ist das auch was für die Robbie Williams Fans um die Aufregung vor den 2 Konzerten am 10. und 11. Juli in den Griff zubekommen. Um die wichtigste Frage in diesen endenden Fußballtagen zu beantworten: JA es gibt ein Leben nach der WM. Bei diesem super Wetter kann man doch den ganzen Tag im Bad, an der Elbe oder am See verbringen, Abends geht’s dann auf zu den Elbwiesen um den Filmnächten, die am 12. auch wieder anfangen, beizuwohnen.
Also kick it like Dresden.

Eiskalte Zehen..

.. bekommt man schon nach zwei Minuten in den Gewässern des Prohliser Spaß-und Freizeitbades. Spaß? Na, den hat man schon, wenn man n Kilometer um die Büsche rennen muss, um an die Becken zu kommen, welche diese abschirmen. Noch spaßiger wird’s, wenn einem die Füße abfrieren indem man durch die Duschenbecken springt, dessen Düsen immer sprühen. Kein Entrinnen. Die Hecken drum herum lassen keinen anderen Eingang offen. Ich bin mir sicher, die beziehen das Wasser direkt vom Polarmeer. Pipelines machen’s möglich. 😉 Da ist mir auch egal, ob laut Tafel die Wassertemperatur 19 Grad Celsius beträgt. Das kann man sich ungefähr wie bei diesen Tests vorstellen, bei denen man Organisches in flüssigen Stickstoff taucht und kurz darauf alles in tausend Teile zerberstet.
Um für diese tiefe Temperatur des großen Schwimmbeckens gewappnet zu sein, entschied ich mich, meinen Körper erstmal im ebenfalls recht kühlen Brunnenwasser vorzubereiten. – Im Kinderbecken.
Aber hat man erstmal den bevorstehenden Kältetod verdrängt und die gefühlten Minusgrade überwunden, bietet so ein Bad bei dieser Hitze eine vorzügliche Abkühlung. Und nach drei bis vier gezogenen Bahnen sind die Gliedmaßen auch nicht mehr blau gefrostet sondern hell durchblutet. Danach schön aufs Handtuch geschmissen und sich bräunen lassen rundet so einen Tag im Prohlis Bad freundlich ab. Ich weiß nicht ob 2,50 € für 3drei Becken ohne Großartiges Erlebnisspielzeug angemessen sind, da ich noch keinen Vergleich habe, was Dresdens Bäder angeht. Aber zur Abkühlung ist’s ok. Es muss ja auch nicht ständig ein Eis sein.

Im Trauertaumel

Jetzt bin ich erst in der Lage mich zu dem gestrigen Spiel zu äußern.. Die Tränen quellen nicht mehr so oft aus den roten, müden Augen. Das Zittern hat auch aufgehört. Naja, alles fing ja so hoffungsvoll an. Ganz Deutschland lag sich, vom Titel träumend, in den Armen. Und friedlich wars. Ich fand mich am schwarzen Tag der Entscheidung, also gestern, nebst zig anderen Schwarz Rot Weiß- Gekleideten in einer Halle mit Riesen Leinwand ein. Wenigstens einmal die Stimmung in der Masse und nicht die des heimischen Wohnzimmers erleben, das wollte ich.
Und es war tatsächlich wie im Stadion, nur auf Bierbänken. Bierdunst und Schweiß lagen in der Luft. Alle grölten schon vor dem Anpfiff sämtliche Fußballsongs und feierten alles was auch nur annähernd mit der WM zu tun hatte. Béla Réhty war auch mal dran.
Nerven zehrend die erste Halbzeit. Herzinfarkt verursachend die Zweite.. Unzählige Male stand ich mit auf als es hieß: „steht auf wenn ihr Deutsche seid…“ (Musste ich auch, sonst hätte ich nichts mehr gesehen.) Mein Muskelkater erinnert mich stündlich.
Die Biergläser wurden auf die Bänke gedroschen und in Düsenjetlautstärke geplärrt. Das erklärt meine rechtsseitige Taubheit. Fahnen wurden geschwungen.
Die Verlängerung kostete alles was wir hatten: Hoffnung aufs Finale. Nach dem ersten Italientor standen die ersten Fans auf und gingen. Nach dem zweiten Gegentreffer wurde es schlagartig leer. Ich glaube, viele Kerle konnten Ballack und Co. einfach nicht heulen sehen. Trotzdem, und da sind wir uns alle einig, toll gespielt.
Und nun heißt es (bitte mitgrölen!): Auf zum Dritten!

Zoogeflüster

So richtig baden konnte man gestern ja nicht gehen, weil es trotz vielen Sonnenstrahlen für mich zum „nassen Körper von der Sonne trocknen“ leider nicht reichte. Da ich Thabo Umasai, Dresdens Lieblingsminielefant, noch nicht gesehen habe, dachte ich ein Zoobesuch wäre nicht schlecht.
Am Elefantengehege angekommen, konnte man aber leider nur 3 große Dickhäuter bestaunen, da konnte ich rufen wie ich wollte.. 😉 Thabos Vater (nehme an er wars) wälzte sich auf Geheiß der Pflegerin im Dreck um sich den Rücken abbürsten zu lassen. Die anderen 2 Riesen standen rum und warteten auf irgendwas. Wahrscheinlich auf das nun folgende Highlight: Rüssel an Schwanz einmal ne Runde am Zaun entlang. Zur Belustigung von Groß und Klein. Bei mir weckt ein Zoobesuch immer gemischte Gefühle, ähnlich wie ein Zirkus. Vielleicht weil beide Wörter mit Z anfangen oder weil beide Institutionen nicht immer mit artgerechter Haltung vertraut sind. Oder aber auch wenn pavianähnliche Affen (ich kann mir echt nicht merken wie die alle heißen) spitz wie Nachbars Lumpi auf Zaungäste sind- in dem Falle: ich!
Gerade als so ein Tier durch den Maschendrahtzaun von nem kleinen Mädchen mit Nüssen gefüttert wurde und ich mich interessiert daneben stellte, erspähte mich der Affe auch schon und sprang auf mich zu. Seinen Erregungszustand konnte man an seinen bedrohlich anmutenden Bewegungen und seinem herausgefahrenem Geschlechtsteil ablesen. (!) Steht der nun auf Kürze Röcke oder lange Haare?! 🙂

Hitziger Tag

Schon heut morgen im Bett bekam ich das große Schwitzen, was bis zur Stunde anhält. Die Demse riss mich aus den Träumen. Ich hab leider das Pech schon wenn der Hahn kräht die Sonne in meine Gemächer scheinen zu haben. Ein Backofen ist nichts dagegen! Der frühe Spatz findet das Korn, dachte ich so bei mir, und war sowieso zum Inlineskaten im Großen Garten verabredet. Der Hitze zum Trotz drehten wir eins zwei Ründchen.
Die schattige Bank immer im Auge und oft wohlwollend aufgesucht. Ich hab vielleicht einen Trinkwasserverschleiß! Naja, welches aus der Plastikflasche.
Das benötigte ich heut auch noch im Fitneßstudio. Schon gemerkt? Heut war mein Sporttag!
Spanien gegen die Ukraine lief laut im an der Wand hängenden Flat-TV.
Die Zielgruppe auf den Geräten entsprach zwar nicht gerade der Üblichen (es strampelten sich nur Frauen vorm Bildschirm an den Cardio- Teilen ab), dennoch wurde auf motivierende Musik ausm Radio verzichtet. Fußball überall!
Den Kick gab mir aber heut noch das Spiel Deutschland gegen Polen. Auch ich bin Fußballfan- zu WM- Zeiten immerhin. Und wieder schwitzte ich vor Aufregung, Spannung und Unverständnis. (Ich sag nur: die Lattenschussaktionen und diverse voran gegangene verpasste Chancen. Wasn Pech!) Als das Erlösungstor dann endlich fiel starteten bei mir hinterm Haus auch direkt Raketen und Böller.
Jetzt isses schon viertel nach 12 und wenn ich von warmen Temperaturen rede die mich umgeben- untertreibe ich maßlos. Da bleibt einem doch nur das heimische FKK, oder n Ventilator n Zentimeter neben dem Bett.

Einmal werden wir noch wach

Anpfiff!! Endlich. Als weibliches Fußballopfer muss ich mich in Sachen WM auch mal zu Wort melden.
Ja, man kann es wirklich schon fast Opfer nennen. Opfer in Sachen Fußballwahn ohne Gleichen. Nicht nur, dass man von vorn bis hinten mit: „der Ball ist rund“ und „das Runde muss in das Eckige“ bekoffert wird, nein, die Bälle machen auch vorm heimischen Fenster nicht halt! (Extremer Pollenflug. 5 cm Durchmesser große Flocken. ;))
Am schlimmsten sind die Medien: Wohin man beispielsweise im Fernsehen auch zappt, überall ist Fußball drin. In der Werbung gibt’s doch schon fast nichts mehr, was nicht aus Fußbällen entnehmbar (das Nutella Glas), oder aus dem sinnlosen Zwang heraus mit dem Thema WM kombiniert ist. Socken, sämtliche Nahrungsmittel, Gewinnspiele aller Art, Duftbäume… Das hängt mir schon so sehr zum Hals raus, dass ich weinen möchte.. Wird das nicht auch so manch begeistertem Mann zu viel?!
Dennoch freue ich mich auf die Spiele. Auch wenn ich sonst eher weniger für die Sportart empfinde, so brodeln bei EM- und WM- Spielen der Nationalstolz und das Fußballfieber auch in mir. Sämtliche Locations haben zu Anpfiffszwecken und den weiteren Spielen auch Leinwände und Kofferfernseher verkabelt. Obs nun die heimische Salatbar um die Ecke oder die Disco im Dorf ist, alle wollen, und das zu jeder Zeit, dabei sein. Auf den Terrassen in der „Scheune“ kann man ab morgen immer mal wieder chillig ein WM- Spiel sehen. Für fixe Finger gibt’s auch was: nämlich Computersport. Nach dem Auftaktspiel kann man die gereizten Augen dann schließen und sich von plattenlegenden DJ´s wie Sensi Movement und The Sheriff was aufs Ohr kloppen lassen. Es lebe der Sport!

Schwimmen in den heißen Tagen

Im Moment auf Grund des Wetters undenkbar: Kreischende Gören, die einem mit 2 cm Abstand vors Gesicht springen. Verirrte Wasserbälle, die man aus Höflichkeit zurück schießen muss, auch wenn’s schon das 20- ste Mal ist und sich in Bikinis präsentierende Körper, die sich vielleicht besser n Bademantel überziehen sollten… Bei solchen Begebenheiten schreit das Herz: Hurra- Die Freibadsaison ist eröffnet! Seit dem 13. Mai ist innerstädtisch wieder Planschen angesagt. Das Freibad in Prohlis hat inzwischen sicher auch seine defekte Pumpe reparieren lassen. Ob nun das FKK Bad Dölzschen, das Freibad Mockritz oder das Waldbad Weixdorf- Abkühlung in den heißen Tagen versprechen sie alle. Das eine mehr (FKK), das andere weniger. 😉

Pferde flüstern

Wer mit offenen Augen durch die Stadt schlendert kommt sich vor wie im Gestüt. Selbst mit geschlossenen Augen kann man sie nicht übersehen: Bunte Pferde- soweit das Auge reicht! Vor allem auf der Prager Straße kann man hübsch verzierte Gäule bestaunen. So manch einer erinnert sich noch an die Löwen, die überall herumstanden. Was genau das für eine Aktion war, weiß ich nicht. Vielleicht stammte diese Idee ja auch vom Kunstpferd- Initiator Klaus Becker. Der verkaufte die nackten Rösser nämlich an Firmen, die sie von Künstlern gestalten ließen. Oder auch selbst bepinselten- so wie manche aussehen.. Ein Pferd ohne Verzierung kostete 2.000 Euro. Das Motto dieser Aktion: „Zum 800- jährigen Jubiläum `pferd´ man nach Dresden“.

Austellung

Wer wieder mal Lust auf Kultur hat, sollte die Ausstellung des Bildhauers Thomas Linde besuchen. Noch bis 28. Mai kann man im Stadtarchiv seine Radierungen, Skulpturen und Lithografien bestaunen. Unter dem Motto „Verinnerlicht“ erfährt der Interessierte spannende Eindrücke. In seinen neuen Arbeiten setzt sich Linde mit dem Thema „Tanz“ auseinander.

Plakat für das Stadtfest

Die 800- Jahr- Feierlichkeiten sind nicht mehr fern. (14. bis 23. Juli) Überall wird getüftelt und gebaut. Diverse Plakate, welche das Stadtfest ankündigen, wurden auch produziert und inzwischen großflächig in Dresden und Umgebung angeklebt. Auf insgesamt 3.000 Plakatflächen und über 800 City-Light-Plakatflächen wird den Menschen zugerufen: Kommen Sie in diese Stadt, wir heißen Sie herzlich willkommen! Etwas uneins sind sich die Dresdner jedoch über das Motiv. Auch ich finde es nicht gerade gelungen. Auf den ersten Blick erinnert das Plakat eher an eine Sparkassenwerbung, als an ein vergnügliches, historisches Stadtfest. Der Kulturbürgermeister Lutz Vogel ist vollends zufrieden und philosophiert über die Botschaft des Plakates: „… feiern Sie mit den Dresdnern, die hier gemeinsam an einem Ort des Bürgersinns, der Lebensfreude- und Lust bauen. Erleben Sie eine Stadt, die aus der Vergangenheit lebt und Zukunft hat“.
Das Plakat soll auf drei bedeutende Jahreszahlen hinweisen: 1945, 1989 und 2006. Hab ich persönlich noch nicht so entdeckt. Blickfang sind die Geschwister Heinrich und Friedrich. Ja, so heißen die Bälger mit dem Schild auf dem steht: „Wir sind das Fest“. Abgedroschen hoch fünf, wie ich finde! Soll aber eine witzige Anspielung auf den Wendeslogan „Wir sind das Volk“ sein. Naja, Humor ist, wenn man trotzdem lacht.